Frank Bsirske: „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“

Rückwirkend ab 1. Januar 2017 werden die Tabellenentgelte linear um 2,0 Prozent, mindestens aber um 75,00 Euro erhöht. Der Mindestbetrag von 75,00 Euro gilt für alle Beschäftigten, deren bisheriges Tabellenentgelt niedriger als 3.200,00 Euro ist. Ab 1. Januar 2018 werden die Tabellenentgelte einheitlich um weitere 2,35 Prozent erhöht. „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“ fasst Frank Bsirske zusammen. Gleichzeitig sei es gelungen, die Bezahlungen im Sozial- und Erziehungsdienst zu verbessern und Akzente zugunsten der Auszubildenden und jüngeren Beschäftigten zu setzen.

Bis zu einer Einigung, die in der Tarifrunde 2019 angestrebt wird, erhalten Sozialarbeiter je nach Eingruppierung 50 bis 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Die Entgelte der Auszubildenden und der Praktikantinnen/Praktikanten werden einheitlich ab 1. Januar 2017 um 35,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 35,00 Euro erhöht.

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ver.di - Unterschriftensammlung

Nach Berechnungen von ver.di fehlen in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern 35.000 Stellen.
Das ist jeder 5. Arbeitsplatz im Krankenhaus. Schlechte Arbeitsbedingungen sind die Folge. Die Beschäftigten, die arbeiten damit wir gesund werden können, werden selbst krank. In Deutschland ist im Tagdienst eine Pflegekraft für zehn Patient*innen verantwortlich. In England sind es acht, in den Niederlanden fünf und in Norwegen vier (RN4Cast-Studie).  ver.di hat angekündigt, in den Krankenhäusern für Entlastung einzutreten und fordert die Politik zum Handeln für eine gesetzliche Personalbemessung bei ausreichender Refinanzierung auf.
Den Auf­ruf mit einer Un­ter­schrif­ten­lis­te findet Ihr hier.

Diakonie Niedersachsen – Tarifverhandlungen mit akzeptablem Kompromiss abgeschlossen

Ab 1. Januar 2017 gibt es eine Entgeltsteigerung von 2,25% und ab 01.01.18 von weiteren 2,25% bei einer Laufzeit bis 31.12.2018. Für die Monate Okt.-Dez. 2016 gibt es eine Einmalzahlung von 300€ (Teilzeitkräfte anteilig). Die Kinderzulage bleibt erhalten. Die ver.di Tarifkommission wertet das Ergebnis insgesamt als Erfolg: Mehr Geld, zukunftssichere Strukturen und die Verteidigung von Sozialstandards. Ein akzeptabler Kompromiss.

…das Ergebnis im Einzelnen ist hier zu finden.

entlastungDenn Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen.

„Wir mögen unseren Beruf“, sagen Beschäftigte im Krankenhaus. Trotzdem geben viele nach ein paar Jahren den Beruf ganz auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit. Das hat etwas mit der hohen Belastung zu tun. Pausen können selten genommen werden und kurzfristiges Einspringen ist Normalität. Denn auch noch so viel persönlicher Einsatz kann den Personalmangel nicht ausgleichen. Bei privaten Klinikkonzernen, kirchlichen Kliniken oder öffentlichen Krankenhäusern – überall fehlt Personal. Deshalb fordert ver.di für die Beschäftigten Entlastung: Mehr Personal, Verlässliche Arbeitszeiten und einen Belastungsausgleich durch Tarifvertrag.

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Ob in Krankenhäusern, der Psychiatrie oder in der Altenpflege - ver.di fordert mehr Personal.

Der Gesetzgeber soll den Arbeitgebern verbindlich vorschreiben, wie viel Personal eingesetzt werden muss. 10,3 Patient/innen muss eine Pflegekraft in deutschen Krankenhäusern versorgen. Damit ist Deutschland europäisches Schlusslicht. In anderen Ländern wie der Schweiz sind es nur 5,5, in Polen 9,3. In deutschen Kliniken fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. Das ganze System funktioniert nur noch, weil die Beschäftigten ausgepresst werden. Die Gesundheitsminister/innen tragen die politische Verantwortung, dass Patienten sicher und gute versorgt werden. Deshalb fordert ver.di  gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung.  …mehr dazu findet ihr hier       

Rechtliche Vorgaben für die Personalbemessung in der Krankenpflege sind international verbreitet.

Auch in Deutschland könnten gesetzlich festgelegte Mindestschlüssel Arbeitsüberlastung und Qualitätsmängel lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Würde man internationale Maßstäbe anlegen, fehlen in deutschen Kliniken Nacht für Nacht mindestens 19.500 Vollzeitstellen, um eine angemessene und sichere Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Das ergibt eine Hochrechnung von ver.di auf Basis einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie von Prof. Dr. Michael Simon und Sandra Mehmecke über Personalschlüssel.  

…die Studie findet ihr hier
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Deutschlands Krankenhäuser sind während der Nacht personell zum Teil gefährlich unterbesetzt.

allein in der nachtDas ist das Ergebnis einer bundesweit erhobenen Stichprobe von ver.di. Mit Fragebögen ausgestattet schwärmten in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2015 hunderte Aktive aus, um Pflegekräfte in ihrer Nachtschicht zu befragen. Das Ergebnis der Befragung zeigt eindrücklich, wie gefährlich unterbesetzt die Nachtdienste in deutschen Krankenhäusern sind und wie dringend gehandelt werden muss. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Pflegefachkräfte arbeiten nachts vollkommen allein. Eine Pflegefachkraft ist dann im Durchschnitt für die Versorgung von 26 Patientinnen und Patienten verantwortlich. Gemessen an internationalen Maßstäben, fehlen in deutschen Kliniken Nacht für Nacht mindestens 19.500 Vollzeitstellen. Das ergibt eine Modellrechnung von ver.di.

…die Modellrechnung ist hier zu finden
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Ein Bericht von Björn Rudakowski

rudakowskiZu dem nicht nur in der Altenhilfe aktuellen Thema, hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, am 19.01.2017 in Kooperation mit ver.di, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Unser Kollege Björn Rudakowski hat an der Veranstaltung teilgenommen und für uns einen Bericht verfasst.

Sein vorab gesetztes Fazit ist erschreckend: „Wenn das Licht in den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner in den deutschen Heimen ausgeht, und die Stille einkehrt, kann in Notfällen oftmals oft nur noch die Gnade Gottes helfen und nicht mehr die fachliche Kompetenz von Pflegekräften…“   

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wir sind betruebt BG whiteReformation im Rheinland seit 1517 – aber wie geht’s weiter ? 

Es ist im Interesse der Mitarbeitenden der EKiR und ihrer Diakonie nicht länger hinzunehmen, dass die seit Jahren auch vom GesA geforderten Änderungen, auf Ebene der EKD zwar wohlwollend aufgenommen und mit MAV-Vertretungen beraten werden,- aber letztendlich dann doch keine Umsetzung erfolgt. Zuletzt so geschehen 2013, bei der „Neufassung“ des MVG-EKD, dass dann 2015 für die EKiR übernommen wurde. Der GesA fordert deshalb die Einsetzung einer Arbeitsgruppe durch die Landeskirche, um die antiquierten Regelungen des MVG noch vor den MAV-Neuwahlen zu reformieren. Die Mitarbeitenden haben es verdient, dass ihre Mitbestimmungsrechte gestärkt werden…    

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Eckpunkte der gemeinsamen Forderungen von DGB, GEW und ver.di für ein neues Kita Gesetz in NRW

2018 soll das bisherige Kindergartengesetz abgelöst werden. Inhaltliche Grundlage für ein neues Kita Gesetz sollten die aktuellen Bildungsgrundsätze NRW sein, deren Erfüllung jedoch nur möglich ist, wenn entsprechende Rahmenbedingungen gewährleistet sind, die in diesem Papier zusammengefasst sind.

Die Eckpunkte findet ihr hier zum Download

Buko protestiert „gegen den massivsten Angriff auf die Arbeitsbedingungen in der Diakonie, den es je gegeben hat“
Die Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaften und Gesamtausschüsse der Mitarbeitervertretungen im diakonischen Bereich (Buko) hat sich mit einem Protest-Schreiben an die die Mitglieder der Dienstgeberseite der ARK DD gewandt und fordert sie auf, die Anträge zurück zu ziehen. „als Mitglied der Arbeitgeberseite ARK.DD sind Sie verantwortlich für den massivsten Angriff auf die Arbeitsbedingungen in der Diakonie, den
es je gegeben hat.“ Weiter listet die Buko die zu erwartenden Einkommenseinbußen detailiert auf und endet: „Wir halten dies für einen Skandal. Ihre Forderungen sind ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und durch nichts zu rechtfertigen.“ Das Schreiben findet ihr unten zum Download, nicht nur zum weiterlesen, sondern für euer „Schwarzes Brett“ und zur Weitergabe an alle Kolleginnen und Kollegen.
...Schreiben der Buko an die Arbeitgeberseite der ARK.DD
...mehr zum Thema: Entgeltverhandlung 2016

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