ls18infodienstDie Forderung nach mehr Mitsprache und Beteiligung wurde in den letzten Jahren vom GesA immer wieder thematisiert. Das ist vielleicht der entscheidende Knackpunkt im kirchlichen Arbeitsrecht. Solange es nicht gelingt, die Mitarbeitenden bei Kirche und Diakonie an wichtigen „betrieblichen“ Entscheidungen tatsächlich zu „beteiligen“ und sie eben nicht nur „über getroffene Entscheidungen zu informieren“ so lange bleibt kirchliches Arbeitsrecht hinter dem weltlichen deutlich  zurück. Und damit bleibt es in der berechtigten Kritik, Arbeitsrecht zweiter Klasse zu sein. Um das zu ändern fordert der Gesamtausschuss auch 2018 die Mitglieder der Landessynode zu einem Dialog auf.

…..mehr dazu  findet ihr hier

aktionstag altenpflegeGemeinsam stark für mehr Personal in der Altenpflege

Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen haben sich am Buß- und Bettag, im ganzen Bundesgebiet am ver.di-Aktionstag beteiligt und auf den Personalnot in der Altenpflege aufmerksam gemacht. Gute Pflege braucht genügend Personal! Doch genau daran fehlt es. Denn der Arbeits-Alltag der Beschäftigten in der Altenhilfe bedeutet: viele Überstunden, häufiges Einspringen aus dem Frei, zu wenig Zeit für die Menschen und keine verlässlichen Pausen- und Arbeitszeiten. Berichte über die kreativen Aktionen, mit denen die Kolleginnen und Kollegen gegen den Pflegenotstand protestiert haben, findet ihr hier

 

…für mehr Personal und Entlastung per Tarifvertrag

Erstmals haben sich Beschäftigte eines katholischen Krankenhauses an den Streiks für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus beteiligt. Im saarländischen Ottweiler haben die Kolleginnen und Kollegen im Marienhaus diesen mutigen Schritt gewagt und Entlastung per Tarifvertrag für ihr Haus gefordert. Begleitet wurden sie von einer unglaublichen Solidaritätswelle aus anderen Krankenhäusern, anderen ver.di-Fachbereichen, Schwestergewerkschaften, dem MB und Ottweiler/innen. Von Radio Vatikan über Spiegel Online bis zum englischen Teil der Neuen Welle, sowie Berichten in vielen Zeitungen, gab es ein massives Presseecho.

…mehr dazu und einen Film von ver.di-TV findet ihr hier

mehrvonunsBeschäftigte in den Krankenhäuser brauchen Entlastung durch mehr Personal.

Das haben Kolleginnen und Kollegen verschiedener Kliniken am 10.10. 2017 durch Streiks deutlich gemacht, die dieses Mal zwei Tage andauern sollen. Am zweiten Streiktag haben sich erstmals auch Beschäftigte einer katholischen Einrichtung angeschlossen: der Marienhausklinik im saarländischen Ottweiler. Zugleich setzen Pflegekräfte vieler weiterer Krankenhäuser kollektiv Grenzen, indem sie Überstunden, Einspringen aus dem Frei oder ärztliche Tätigkeiten verweigern.

…mehr dazu findet ihr unter: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung/++co++c5702520-add4-11e7-b021-525400afa9cc

pflege in nrwDie neue Landesregierung in NRW hat das Thema Pflegekammer aufgegriffen und beabsichtigt eine repräsentative Befragung bei den professionell Pflegenden durchführen. Diese Befragung der Pflegekräfte zur beruflichen Interessenvertretung soll über die Frage einer Landespflegekammer sowie der Alternative des Bayerischen Modells erfolgen. Damit sich Pflegekräfte ein Bild machen können, ob sie in diesen Organisationen eine Vertretung ihrer Interessen sehen, hat ver.di die Regelungen einer Pflegekammer, den Regelungen einer Pflegevereinigung gegenübergestellt.

… ver.dis KAMMERTÖNE findet ihr hier

Erhöhung des Pflegemindestlohns ab 01.01.2018

Die Pflegekommission hat sich auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt. Ab 1. Januar 2018 soll der Mindestlohn auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen. In zwei Schritten soll er bis Januar 2020 weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. In Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen, arbeiten derzeit rund 900.000 Beschäftigte. Dort, wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (zum Beispiel in Privathaushalten), gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn.

…mehr dazu könnt ihr der Pressemitteilung des BMAS entnehmen

Der TV PfliB gilt auch für die Altenpflege der Diakonie in Bremen

Mit dem Abschluss des Tarifvertrages Altenpflege in Bremen (TV PfliB) ist jetzt erstmals ein Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Altenpflege abgeschlossen worden. Der trägerübergreifende Tarifvertrag gilt für AWO, DRK, Parität, Diakonie und Caritas mit insgesamt ca. 3.200 Beschäftigten. Die Regelungen zu Urlaub, zur Jahressonderzahlung und Zulagen treten zum 1.1.2017 rückwirkend in Kraft. Die Entgelte wirken ab dem 1.6.2017 in der stationären Pflege und ab 1.10.2017 in der ambulanten Pflege.

... mehr dazu

Die Reform tritt 2020 in Kraft,- ein Jahr später als geplant. 

Der Bundestag hat die umstrittene Reform der Pflegeausbildung beschlossen. Das Gesetz sieht eine zweijährige allgemeine Pflegeausbildung für die bisher separaten Berufsausbildungen in der Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege vor. Danach sollen sich die Auszubildenden spezialisieren können oder die allgemeine Ausbildung fortsetzen. Sollte nach einer sechsjährigen Testphase festgestellt werden, dass sich  mehr als die Hälfte der Auszubildenden für die allgemeine Ausbildung entscheiden, könnten die Spezialausbildungen abgeschafft werden.

…den Kommentar von ver.di dazu, könnt ihr hier finden

Foto o speidelsbachUnser Kollege Björn Rudakowski hat „vor Ort“ bei der JAV nachgefragt, wie Auszubildende in der Pflege die neuen Regelungen bewerten. Oliver Speidelsbach (Foto), ein bald aus seinem Amt scheidender JAV-Sprecher in der Altenpflege, antwortet: „Alles ist besser für die Pflege, als der derzeitige Zustand, weil die Auszubildenden nach zwei Jahren selber entscheiden können, ob sie sich mehr von der Kinder-, Alten oder Krankenhauspflege angesprochen fühlen.“
„Seit 2011 haben allein in NRW 6000 mehr Auszubildende den Altenpflegeberuf erlernen wollen, wobei die Anzahl an Pflegeschulen und Dozenten gleich geblieben ist“, erklärt die zukünftige Fachkraft nachdenklich. „Insbesondere für die Altenpflege bleibt auch nach Einführung der Generalistik ein Verbesserungsbedarf bestehen. Der muss aber in erster Line von Seiten der Träger eingelöst werden. Die Politik hat erst einmal eine Weiche gestellt“

pflege nrwGute Pflege braucht bessere Arbeitsbedingungen

Pflege ist eine anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit, die in einer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger wird. Gute Pflege braucht bessere Arbeitsbedingungen, mehr Anerkennung und die Wertschätzung aller. Manche hoffen, die Probleme der Pflegeberufe durch die Errichtung von Pflegekammern lösen zu können. Die Gewerkschaft ver.di, in der viele Beschäftigte der pflegerischen Berufe organisiert sind und sich für ihre Interessen einsetzen, sieht die Errichtung von Pflegekammern aus einer Reihe von Gründen sehr kritisch und hat sich deshalb verschiedentlich dagegen ausgesprochen.

…den ver.di-Flyer „Kammertöne“ findet Ihr hier

…mehr zum Thema und weitere Infos findet ihr hier

Frank Bsirske: „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“

Rückwirkend ab 1. Januar 2017 werden die Tabellenentgelte linear um 2,0 Prozent, mindestens aber um 75,00 Euro erhöht. Der Mindestbetrag von 75,00 Euro gilt für alle Beschäftigten, deren bisheriges Tabellenentgelt niedriger als 3.200,00 Euro ist. Ab 1. Januar 2018 werden die Tabellenentgelte einheitlich um weitere 2,35 Prozent erhöht. „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“ fasst Frank Bsirske zusammen. Gleichzeitig sei es gelungen, die Bezahlungen im Sozial- und Erziehungsdienst zu verbessern und Akzente zugunsten der Auszubildenden und jüngeren Beschäftigten zu setzen.

Bis zu einer Einigung, die in der Tarifrunde 2019 angestrebt wird, erhalten Sozialarbeiter je nach Eingruppierung 50 bis 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Die Entgelte der Auszubildenden und der Praktikantinnen/Praktikanten werden einheitlich ab 1. Januar 2017 um 35,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 35,00 Euro erhöht.

…mehr dazu findet ihr hier 

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