Der TV PfliB gilt auch für die Altenpfleg der Diakonie in Bremen

Mit dem Abschluss des Tarifvertrages Altenpflege in Bremen (TV PfliB) ist jetzt erstmals ein Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Altenpflege abgeschlossen worden. Der trägerübergreifende Tarifvertrag gilt für AWO, DRK, Parität, Diakonie und Caritas mit insgesamt ca. 3.200 Beschäftigten. Die Regelungen zu Urlaub, zur Jahressonderzahlung und Zulagen treten zum 1.1.2017 rückwirkend in Kraft. Die Entgelte wirken ab dem 1.6.2017 in der stationären Pflege und ab 1.10.2017 in der ambulanten Pflege.

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Die Ausbildung beginnt künftig mit einer zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung.
Nach zwei Jahren entscheiden die Auszubildenden selbst

Die SPD- und CDU/CSU-Bundestagsfraktionen haben sich auf einen Kompromiss zum Pflegeberufsgesetz verständigt. Demnach beginnt künftig in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung. Nach zwei Jahren entscheiden die Auszubildenden selbst: Sie können die generalistische Ausbildung fortsetzen oder im Bereich der Kinderkranken- oder Altenpflege den bisherigen Abschluss als Altenpfleger/in oder Kinderkrankenpfleger/in wählen. Einen Einzelabschluss in der Krankenpflege wird es künftig nicht mehr geben. Die Einigung ist nach der Vorlage eines Kompromissvorschlags zum Pflegeberufsgesetz von Karl Lauterbach (SDP) und Georg Nüßlein (CSU) vom 28.03.2017 erfolgt.

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Das AVR-Schlichtungsverfahren war eine Farce

Das stellt ver.di in dem sehr informativen Flugblatt fest und belegt das mit Daten und Fakten. „Der vom Kirchengerichtshof bestellte Vorsitzende des Schlichtungsausschusses agierte eindeutig im Sinne der Arbeitgeber.“ Gemeinsam mit den Arbeitgebern wurde eine „Entgelterhöhung“ per Schlichtung beschlossen, die weit hinter den Abschlüssen im TVöD zurückbleiben. „Niemand der etwa 140.000 betroffen Arbeitnehmer*innen der Diakonie wurdenach der Schlichtung befragt, oder um Zustimmung gebeten.
Eine solche Zwangsschlichtung wäre in freien Tarifverhandlungen mit ver.di undenkbar.“

Das Flugblatt findet ihr hier zum Download

Frank Bsirske: „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“

Rückwirkend ab 1. Januar 2017 werden die Tabellenentgelte linear um 2,0 Prozent, mindestens aber um 75,00 Euro erhöht. Der Mindestbetrag von 75,00 Euro gilt für alle Beschäftigten, deren bisheriges Tabellenentgelt niedriger als 3.200,00 Euro ist. Ab 1. Januar 2018 werden die Tabellenentgelte einheitlich um weitere 2,35 Prozent erhöht. „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“ fasst Frank Bsirske zusammen. Gleichzeitig sei es gelungen, die Bezahlungen im Sozial- und Erziehungsdienst zu verbessern und Akzente zugunsten der Auszubildenden und jüngeren Beschäftigten zu setzen.

Bis zu einer Einigung, die in der Tarifrunde 2019 angestrebt wird, erhalten Sozialarbeiter je nach Eingruppierung 50 bis 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Die Entgelte der Auszubildenden und der Praktikantinnen/Praktikanten werden einheitlich ab 1. Januar 2017 um 35,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 35,00 Euro erhöht.

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Das Bundeskabinett hat die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen, in denen dies aus Gründen der Patientensicherheit besonders notwendig ist, auf den Weg gebracht. Die Bundesverbände der Krankenhäuser und Krankenkassen werden verpflichtet, Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen festzulegen, in denen dies für die Patientensicherheit besonders notwendig ist. Um dauerhaft mehr Personal beschäftigen zu können, werden die Krankenhäuser schon seit diesem Jahr durch einen Pflegezuschlag unterstützt. Ab 2019 soll dieser um die Mittel des Pflegestellen-Förderprogramms ergänzt werden. Außerdem können krankenhausindividuelle Zuschläge vereinbart werden, wenn durch die Einführung der Pflegepersonaluntergrenzen Mehrkosten entstehen sollten, die nicht anderweitig finanziert werden.
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ver.di - Unterschriftensammlung

Nach Berechnungen von ver.di fehlen in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern 35.000 Stellen.
Das ist jeder 5. Arbeitsplatz im Krankenhaus. Schlechte Arbeitsbedingungen sind die Folge. Die Beschäftigten, die arbeiten damit wir gesund werden können, werden selbst krank. In Deutschland ist im Tagdienst eine Pflegekraft für zehn Patient*innen verantwortlich. In England sind es acht, in den Niederlanden fünf und in Norwegen vier (RN4Cast-Studie).  ver.di hat angekündigt, in den Krankenhäusern für Entlastung einzutreten und fordert die Politik zum Handeln für eine gesetzliche Personalbemessung bei ausreichender Refinanzierung auf.
Den Auf­ruf mit einer Un­ter­schrif­ten­lis­te findet Ihr hier.

Diakonie Niedersachsen – Tarifverhandlungen mit akzeptablem Kompromiss abgeschlossen

Ab 1. Januar 2017 gibt es eine Entgeltsteigerung von 2,25% und ab 01.01.18 von weiteren 2,25% bei einer Laufzeit bis 31.12.2018. Für die Monate Okt.-Dez. 2016 gibt es eine Einmalzahlung von 300€ (Teilzeitkräfte anteilig). Die Kinderzulage bleibt erhalten. Die ver.di Tarifkommission wertet das Ergebnis insgesamt als Erfolg: Mehr Geld, zukunftssichere Strukturen und die Verteidigung von Sozialstandards. Ein akzeptabler Kompromiss.

…das Ergebnis im Einzelnen ist hier zu finden.

entlastungDenn Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen.

„Wir mögen unseren Beruf“, sagen Beschäftigte im Krankenhaus. Trotzdem geben viele nach ein paar Jahren den Beruf ganz auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit. Das hat etwas mit der hohen Belastung zu tun. Pausen können selten genommen werden und kurzfristiges Einspringen ist Normalität. Denn auch noch so viel persönlicher Einsatz kann den Personalmangel nicht ausgleichen. Bei privaten Klinikkonzernen, kirchlichen Kliniken oder öffentlichen Krankenhäusern – überall fehlt Personal. Deshalb fordert ver.di für die Beschäftigten Entlastung: Mehr Personal, Verlässliche Arbeitszeiten und einen Belastungsausgleich durch Tarifvertrag.

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Ob in Krankenhäusern, der Psychiatrie oder in der Altenpflege - ver.di fordert mehr Personal.

Der Gesetzgeber soll den Arbeitgebern verbindlich vorschreiben, wie viel Personal eingesetzt werden muss. 10,3 Patient/innen muss eine Pflegekraft in deutschen Krankenhäusern versorgen. Damit ist Deutschland europäisches Schlusslicht. In anderen Ländern wie der Schweiz sind es nur 5,5, in Polen 9,3. In deutschen Kliniken fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. Das ganze System funktioniert nur noch, weil die Beschäftigten ausgepresst werden. Die Gesundheitsminister/innen tragen die politische Verantwortung, dass Patienten sicher und gute versorgt werden. Deshalb fordert ver.di  gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung.  …mehr dazu findet ihr hier       

Rechtliche Vorgaben für die Personalbemessung in der Krankenpflege sind international verbreitet.

Auch in Deutschland könnten gesetzlich festgelegte Mindestschlüssel Arbeitsüberlastung und Qualitätsmängel lindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Würde man internationale Maßstäbe anlegen, fehlen in deutschen Kliniken Nacht für Nacht mindestens 19.500 Vollzeitstellen, um eine angemessene und sichere Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Das ergibt eine Hochrechnung von ver.di auf Basis einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie von Prof. Dr. Michael Simon und Sandra Mehmecke über Personalschlüssel.  

…die Studie findet ihr hier
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Deutschlands Krankenhäuser sind während der Nacht personell zum Teil gefährlich unterbesetzt.

allein in der nachtDas ist das Ergebnis einer bundesweit erhobenen Stichprobe von ver.di. Mit Fragebögen ausgestattet schwärmten in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2015 hunderte Aktive aus, um Pflegekräfte in ihrer Nachtschicht zu befragen. Das Ergebnis der Befragung zeigt eindrücklich, wie gefährlich unterbesetzt die Nachtdienste in deutschen Krankenhäusern sind und wie dringend gehandelt werden muss. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Pflegefachkräfte arbeiten nachts vollkommen allein. Eine Pflegefachkraft ist dann im Durchschnitt für die Versorgung von 26 Patientinnen und Patienten verantwortlich. Gemessen an internationalen Maßstäben, fehlen in deutschen Kliniken Nacht für Nacht mindestens 19.500 Vollzeitstellen. Das ergibt eine Modellrechnung von ver.di.

…die Modellrechnung ist hier zu finden
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