Eine Gemeinsame MAV für mehrere benachbarte Dienststellen

Die Regelung zur Bildung von Wahlgemeinschaften, besteht nicht nur für den Fall, dass in der Dienststelle die Voraussetzung für eine eigene MAV nicht (mehr) besteht. § 5 Abs.2 MVG ermöglicht ohne Einschränkung, die Bildung einer gemeinsamen MAV für „alle“ benachbarten Dienststellen. Unabhängig von der Anzahl der Mitarbeitenden und/oder der Trägerzugehörigkeit. Es kann also durchaus auch eine Gemeinsame MAV von verfasst kirchlichen Dienststellen und Einrichtungen der Diakonie gebildet werden.
Die Möglichkeit eine gemeinsame MAV zu bilden, eröffnet insbesondere für die Interessenvertretung der Mitarbeitenden „kleinerer“ Dienststellen, bessere Voraussetzungen und damit auch neue Perspektiven. Eine Arbeitshilfe, in der das Verfahren zur Bildung einer Wahlgemeinschaft beschrieben ist und weitere Hilfsmittel für die MAV-Wahl findet ihr hier.

Menschenkette gemeinsam stark WEB 1600 640x360Um die Arbeitgeber finanziell zu entlasten, wurde vor mehr als 20 Jahren der Buß- und Bettag als Feiertag gestrichen. Damit sollte der Arbeitgeberanteil zur neu geschaffenen Pflegeversicherung ausgeglichen werden. Jede/r der am Buß- und Bettag arbeitet, tut dies, um die Pflege zu finanzieren. ver.di will auch dieses Jahr den Tag nutzen um gemeinsam Zeichen zu setzen für bessere Arbeits- und Pflegebedingungen in der Altenpflege. Die Zustände sind alarmierend. Es ist höchste Zeit aktiv zu werden! Der Buß- und Bettag ist der ver.di-Aktionstag für die Altenpflege. … weitere Informationen zum Aktionstag findet ihr hier

Das Flugblatt zur Aktion könnt ihr hier abrufen.

Die Zuhörer haben die Botschaft verstanden und kräftig applaudiert.

Am 14. Juni 2017 haben Beschäftigte aus der Diakonie Hessen das Diakonie-Lied für Tarifverträge in einem Festzelt gesungen. Einleitend erläuterten Sie den Besuchern, dass es in der Diakonie auch nach 500 Jahren Reformation immer noch keine Tarifverträge und Verhandlungen auf Augenhöhe gibt.

…mehr zu dieser bemerkenswerten Aktion findet ihr hier

Der TV PfliB gilt auch für die Altenpflege der Diakonie in Bremen

Mit dem Abschluss des Tarifvertrages Altenpflege in Bremen (TV PfliB) ist jetzt erstmals ein Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Altenpflege abgeschlossen worden. Der trägerübergreifende Tarifvertrag gilt für AWO, DRK, Parität, Diakonie und Caritas mit insgesamt ca. 3.200 Beschäftigten. Die Regelungen zu Urlaub, zur Jahressonderzahlung und Zulagen treten zum 1.1.2017 rückwirkend in Kraft. Die Entgelte wirken ab dem 1.6.2017 in der stationären Pflege und ab 1.10.2017 in der ambulanten Pflege.

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Das Portal ist für alle Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeitende in der EKiR zugänglich

Mit der Online-Plattform „portal.ekir.de“ kommt das von der Landessynode 2015 beschlossene Rahmenkonzept zur „IT-Strategie“ in der EKiR zur Umsetzung. Über diese Plattform werden zukünftig alle wichtigen Online-Funktionen für die tägliche Arbeit bereitgestellt, die von den Mitarbeitenden in der rheinischen Kirche gebraucht werden. Die Mitarbeitenden erhalten einen passwortgeschützten Zugang zu einem ekir.de-Mail-System, einem sicheren Cloudspeicher und einer Konto-App zur Verwaltung der eigenen Daten. Das Portal ist für alle ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende, in Kirchenkreisen und Gemeinden in der EKiR, sowie auf landeskirchlicher Ebene, in den Ämtern, Werken und Einrichtungen zugänglich. Zusätzlich können auch Externe gewisse Funktionen des Portals in eingeschränktem Maße nutzen.

…mehr Infos dazu findet ihr hier

gesa aktion17…aber kaum waren die Botschaften verteilt - schon waren sie wieder weg

Ersten Rückmeldungen ist zu entnehmen, dass unsere Aktion bei den Synodalen „angekommen“ ist. Die Stimmung unter unseren „Aktiven“ war jedenfalls gut, wie ihr den beigefügten Fotos entnehmen könnt. Alle Flyer konnten von den mit Warnwesten  ausgestatteten Kolleginnen und Kollegen verteilt werden und waren Anlass für kurze  Gespräche. Leider ist die Zeit der Synodalen immer viel zu knapp. „Kaum waren die Botschaften verteilt - schon waren sie wieder weg“. Dennoch, alle Beteiligten waren sich einig,- die Aktion ist prima gelaufen. Nun sind unsere Forderungen auf allen Gesprächsebenen weiter vorzutragen um zu konkreten Ergebnissen zu kommen. Wir werden euch weiter berichten…

…einige Fotos

wir sind betruebt BG whiteDer GesA fordert eine „Reformation“ für das Kirchliche Arbeits- und Mitbestimmungsrecht
Die Beschäftigten und MAVen bei Kirche & Diakonie, tragen zwar mit ihrem täglichen Engagement erheblich am Erscheinungsbild unserer Kirche bei,- ihre Mitbestimmungsrechte sind allerdings im Vergleich zum BetrVG immer noch eingeschränkt. Sie sind leider nicht „vergnügt, erlöst, befreit.“ Der Gesamtausschuss wird deshalb das Jubiläumsjahr zum Anlass nehmen, mit einem abgewandelten Logo, auf Missstände im Kirchlichen Arbeits- und Mitbestimmungsrecht aufmerksam zu machen.
...mehr zu unserer Reformation-Aktion findet ihr hier

Prozessvereinbarung zwischen ver.di und Diakonie Hessen abgeschlossen

Mit dem Abschluss einer Prozessvereinbarung zwischen der Diakonie Hessen, der Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Dienstgeber in Hessen und dem ver.di Landesbezirk Hessen ist jetzt der Weg geebnet, auf dem zu Beginn des Jahres 2017 Tarifverhandlungen über die Arbeitsbedingungen in den Altenpflegeeinrichtungen der Diakonie Hessen aufgenommen werden können.
Mit der Neufassung des Arbeitsrechtsregelungsgesetzes (ARRG.DH) haben die Synoden der Kirchen von Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau den Weg für alle diakonischen Einrichtungen eröffnet, künftig die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten durch den Abschluss von Tarifverträgen zu regeln.

…mehr dazu findet ihr hier.

fischervon Gisbert Fischer
Seit „ewigen Zeiten“ betont die Diakonie die Verbindlichkeit ihrer, auf der Grundlage der Kirchlichen Arbeitsrechtsetzung zustande gekommenen „Tarife“. Nicht zu letzt unter dieser Voraussetzung hat das BAG im Rechtsstreit um das Streikrecht, die Kirchlichen Sonderregelungen bestätigt. Jetzt verneint die Diakonie-RWL, die normative Wirkung der Beschlüsse "Ihrer" ARK und wertet sie nur noch als Empfehlung, die je nach anfallenden Kosten beliebig anzuwenden sind. Es überrascht, wie selbstverständlich die Diakonie ihre öffentlich dargestellte soziale Haltung und Rechtsauffassung, intern dem Gewinn und Erhalt von Wettbewerbsvorteilen anpasst und dabei selbst ihre eigenen Kirchengesetze außer Acht lässt.
Doch eigentlich sollte das Niemanden verwundern. Schließlich ermöglicht der Dritte Weg es den kirchlich/diakonischen Arbeitgebern, durch eigene Regeln vor Arbeitskampf geschützt, eigenes Arbeitsrecht nach Belieben durchzusetzen. Aber im Zusammenhang mit der Absicht der Diakonie-EKD die AVR-Entgelte abzubauen, mit der Bezeichnung von MAVen als „nützliche Idioten“ durch den Präsidenten der Diakonie, Ulrich Lilie, erhält der Umgang mit den Beschäftigten in der Diakonie eine neue negative Qualität.

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ulrich lilie…Es rege ihn auf, dass sich MAVen von der Gewerkschaft instrumentalisieren lassen

Es rege ihn auf, dass sich die Mitarbeitervertretungen von der Gewerkschaft und deren "aggressiver Mitgliederwerbung instrumentalisieren" ließen, schreibt Lilie in einem Blogbeitrag unter der Überschrift "Nützliche Idioten". Es werde ein Feindbild geschürt zwischen böser Kirche und Diakonie auf der einen Seite und den Gewerkschaftern als Kämpfern für die gute Sache. "Diese Polarisierungen sind grundfalsch und helfen überhaupt nicht weiter", erklärte Lilie. Er räumte ein, dass seine öffentlich gewählte Schlagzeile "Nützliche Idioten" nicht politisch korrekt sei. Es gehe ihm nicht um die Beschimpfung der Mitarbeitervertretungen, sondern um gute Arbeitsbedingungen.

… Reaktionen darauf und mehr dazu findet Ihr auf der Seite:  Ulrich Lilie bloggt

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