... auf ein Wort

mEngelhardtÜberlegungen dazu von Michael Engelhardt

Die ARK DD hat beschlossen, Prämien für Vertretungsdienste einzuführen. So soll es zukünftig für das Holen aus dem Frei, auf freiwilliger Basis 60 Euro geben ….gut so. Strittig stellen kann man allerdings den Beschluss zur Einführung von Stand-By-Diensten
An bis zu drei Tagen im Monat soll der Arbeitgeber befugt sein, den Mitarbeitenden zu solchen Diensten einzuteilen. Der Mitarbeitende hat sich an diesen Tagen bis zu zwei Stunden bereit zu halten, die Arbeit bei Bedarf aufzunehmen.
Führt das nun zur Verlässlichkeit von Dienstplänen?  Für den Arbeitgeber sicherlich. Für den Mitarbeitenden führt eine solche Regelung primär dazu, dass er sich an drei Tagen weniger verbindlich etwas vornehmen kann, weil er damit rechnen muss, eventuell arbeiten zu müssen.
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Überlegungen von Michael Engelhardt zu den ab 01.1.2019 in Kliniken verbindlichen Untergrenzen 

Lange Jahre wurde die Personalsituation in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken der Republik scheinbar ignoriert. Nun treten also ab 01.1.2019 für bestimmte Bereiche in Kliniken per Ministerverordnung verbindlich geregelte Personaluntergrenzen in Kraft. Prima, könnte man jetzt sagen, endlich werden die Arbeitgeber gezwungen, mehr Pflegepersonal einzustellen.  Aber genau hier liegt der Haken. 
Wer im Bereich Krankenhaus tätig ist, der weiß, dass der Markt für Pflegepersonal leergefegt ist. Eine freie Stelle kann durchschnittlich erst nach drei Monaten besetzt werden. Besonders rar sind Mitarbeitende mit Fachweiterbildung. Schon jetzt ist es kaum mehr möglich, Personal zu den üblichen Konditionen zu gewinnen. Und nun?  
…die Überlegungen von Michael Engelhardt dazu, findet ihr hier zum weiterlesen    

BjoernREin Beitrag von Björn Rudakowski

Kein Tag vergeht, an dem nicht in den Medien über Pflegenotstand oder Fachkräftemangel berichtet wird. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn oder auch Landesarbeitsminster Karl-Josef Laumann aus NRW werden nicht müde zu betonen, dass diesmal den Pflegekräften die politische Unterstützung gewiss ist.13.000 neue Stellen sollen geschaffen werden und das Pflegestärkungsgesetz verspricht die Refinanzierung auch von Zusatzkräften. Die gesamte Pflege und insbesondere die scheinbar gegenüber der Krankenhauspflege noch unattraktivere Altenpflege blickt nicht gerade in eine rosige Zukunft: Allein um den derzeit besten Personalschlüssel eines Bundeslandes in allen Ländern einzuführen, müssten nach ver.di-Berechnungen 63.00 Fachkräfte in der Altenpflege zusätzlich eingestellt werden. Es ist also auch in Zukunft damit zu rechnen, dass Pflegeeinrichtungen ihre Profite mit Pflegepersonal erwirtschaften, das Teildienste schiebt, weiter bei Engpässen einspringt, die eigenen Familienangehörigen vernachlässigt und seine Gesundheit ruiniert.
…den Beitrag eines „betroffenen“ Kollegen, findet ihr hier zum weiterlesen 

Pflegekammer in NRW?  Wer wurde denn wie befragt?  Was passiert jetzt? 

Ein Beitragvon Björn Rudakowski

image.pngMan kann Minister Laumann nicht nachsagen, dass er ein Undemokrat sei - ganz im Gegenteil. Ich bin mir sicher, dass er sich tatsächlich Einiges von der Pflegekammer in NRW verspricht. Ich zweifle nicht daran, dass das Ergebnis, das durch das Forschungsinstitut INFO GmbH mit 1500 Befragten in NRW vollzogen wurde, repräsentativen Charakter hat: Woran ich zweifle bzw., was mich verärgert, ist die fehlende Transparenz mit der das Befragungsverfahren durchgeführt und einer Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es wurde nicht offengelegt, in welchen Betrieben die Interviews durchgeführt werden, was genau gefragt wird und wie die Auswahl der Befragten vonstatten ging. Von wem und wie wurden die zu befragenden Pflegefachkräfte ausgewählt? Hätte der Betriebsrat oder die MAV an der Durchführung der in ihren Einrichtungen betroffenen Befragten beteiligt werden müssen? Und wie sind diese Interviews letztendlich abgelaufen? Was passiert jetzt? Das ist alles nicht sehr befriedigend. Den Beitrag von Björn findet ihr hier zum weiterlesen.

„Unter den Betroffenen, die hiervon erfahren, herrscht in der Regel Unruhe bis Panik“  

stellt Michael Engelhard, Mitglied der MAV von Ev. Klinikum Niederrhein fest und erklärt: „Im Entwurf werden für Tag- und Nachtschicht Schlüssel für das Verhältnis Pflegekraft/Patienten festgelegt, die tagsüber je nach Bereich zwischen 1:2 (Intensiv) und 1:11, nachts zwischen 1:3 und 1:24 liegen.

Interessanterweise lassen die Schlüssel die Anrechnung von Gesundheits- und Krankenpflegehelfernur zu einem relativ geringen Prozentsatz zu. (zb. zwischen 5,9 % in der Nachtschicht auf Intensiv und 40 % in der Nachtschicht in der Geriatrie) Das heißt zwar nicht, dass KPHs in diesen Bereichen nicht über die Anrechnung hinaus arbeiten dürfen, aber sie werden dann nicht bei der Berechnung zur Erfüllung der Untergrenzen herangezogen.“  ….weiterlesen

fischerBeitrag von Gisbert Fischer (GesA-OnlineRedaktion)

Gegenwärtig steht das kirchliche Arbeitsrecht mal wieder „vor Gericht“. Nach dem der EuGH im April, bereits im Fall einer Bewerbung, den Kirchen Grenzen gesetzt hatte, ging es am 11.09.2018 um den Fall eines wegen Wiederverheiratung gekündigten Chefarztes. Auch diesmal mit dem Ergebnis, dass die deutsche (kirchlich geprägte) Rechtsauffassung, ggf. hinter Europarecht zurücktreten muss. Ein ZDF-Kommentar dazu endet mit dem Fazit: „Die Kirchen müssen akzeptieren, dass sie in einer zunehmend säkularisierten Welt von ihren absoluten Vorstellungen abrücken und sich im Sinne der Bürger öffnen müssen. Sie bewegen sich in einer rechtlichen Komfortzone, weil Deutschland die Trennung von Staat und Kirche eben nur halbherzig und nicht so konsequent wie andere Staaten gehandhabt hat und dies auch weiter tut. Dies fällt den Beteiligten jetzt wieder einmal auf die Füße. Das Urteil ist aber nur ein Schritt, stürzt nicht das Prinzip, dass die Kirchen nach wie vor eine Sonderstellung haben.“ 

Dem ist nichts hinzuzufügen,- kirchliche Sonderrechte lösen sich nun mal nicht von alleine in Luft auf. Ebenso wenig wie die kirchliche Arbeitsrechtsetzung auf dem „3.Weg“. Dagegen müssen wir selber etwas tun. Ohne anhaltenden und vernehmlichen Protest der Mitarbeitenden bei Kirche & Diakonie wird das ARK-Unwesen nicht enden. In der ARK-DD hat sich bereits schon unmittelbar vor und nach der Konstituierung der nächste Konflikt angekündigt. Der Gesamtausschuss der EKiR wird das aufmerksam verfolgen …

 

rudakowskiGedanken von Björn Rudakowski zum „Erfolg der Unsolidarischen“

Die Gewerkschaft ver.di hat Anfang April zu Warnstreiks in Kitas, Heimen und andern öffentlichen Einrichtungen aufgerufen. Viele Kolleginnen und Kollegen gingen das Risiko ein und folgten aktiv dem Streikaufruf ihrer Gewerkschaft. ver.di hat unter anderem sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten gefordert. Der Arbeitskampf war erfolgreich, es konnte eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 7.5% bei 30 Monaten Laufzeit erreicht werden. …weiterlesen

Eine „sarkastische“ Nachbetrachtung der Olympischen Spiele, von Björn Rudakowski

Nun sind sie vorbei, die Olympischen Spiele. Ja, wir Deutschen waren überragend, sensationell und immer wieder schön: diese strahlenden Augen der Freude über den ersehnten Sieg. Die Fahnen, die Hymne, Gold – Das Eishockeyteam, die Skispringer, die Nordischen Kombinierer.. Es gab auch tragische Momente. Da habe ich mich auch dann endlich bei diesen Spielen wiederfinden können. Unsere tragischen Helden im Schneetreiben von Pyeongchang bei der Biathlon Mixed- und Damenstaffel. Der eiskalte Wind, die nervliche Anspannung und völlig übermüdet, so wie in einigen deutschen Altenheimen, wenn man mit zwei Hilfskräften als einzige Fachkraft für fast 150 Bewohner in der Nacht verantwortlich ist.

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Bjoern Rudakowski 1Gedanken von Björn Rudakowski (GesA)

zu zeitlich und örtlich begrenzten Ausnahmen von kirchlichem Recht

Die Drucksache 32 auf der diesjährigen Landessynode zeigt, dass die Evangelische Kirche  im Rheinland zu großen grundlegenden Veränderungen in der Lage ist - wenn sie will!  

Der Beschluss der Landessynode sei eine Revolution in der Kompetenzzuweisung innerhalb der Strukturen der Ev. Kirche im Rheinland, behaupten die Kritiker. In Sachen Novellierung des MVG EKD jedoch, bleiben die Anträge aus Buko, Stäko und Gesamtausschüssen nahezu unbeachtet und für MAVen wird die Reise nicht leichter. Weiterlesen…

wettruestenGedanken von Björn Rudakowski anlässlich des Aktionstages Altenpflege

 „Ein juristisches Wettrüsten zwischen Verdi und den Kirchen, um das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und das Streikrecht der Gewerkschaften, bringt mir als Christ und organisierter Mitarbeiter erstmal herzlich wenig. Ganz im Gegenteil: Das schwächt die Pflegeberufe und ihre Mitarbeitervertretungen in kirchlichen Heimen und Krankenhäusern, die zwischen die Fronten geraten. Entweder erntet man Unverständnis, sobald man am Dritten Weg festhält, oder steht nicht selten isoliert da, wenn man in kirchlichen Einrichtungen für die Übernahme des Betriebsverfasssungsrechts, Unternehmensmittbestimmung und das Streikrecht eintritt“, glaubt Björn Rudakowski, Mitglied im Gesamtausschuss der EKiR und Sprecher der Regio-MAV Krefeld-Viersen. (Foto: Björn Rudakowski und Oliver Speidelsbach organisierten in Viersen einen „Marsch der Solidariät“ für mehr Personal in der Altenpflege.)

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monika schneiderKommentar zur AVR-DD „Schlichtung“ von Monika Schneider

Was wir nun erleben ist Arbeitsrechtsetzung im „Ersten Weg“.

Möglich macht dies die Ordnung der ARK DD. Bereits Ende des letzten Jahrzehnts hatte sich die Arbeitgeberseite in eine Situation gebracht, die keine Beschlüsse mehr ermöglichten. 
Daraufhin wurde die Ordnung der ARK DD dahingehend geändert, dass im Zweifel die Arbeitgeberseite legitimiert ist, einseitig eine Zwangsschlichtung herbeizuführen. Mit einem Schlichter, der ohne Einverständnis der Arbeitnehmerseite vom Kirchengericht eingesetzt wurde, haben die Arbeitgeber nun ihr Ziel erreicht: eine Arbeitsrechtsetzung ohne die „lästigen“ Arbeitnehmervertreter.
Die ArbeitnehmerInnen bei der Diakonie müssen sich entscheiden: Entweder sie stecken nun den Kopf in den Sand und ergeben sich demütig in ihr Schicksal und sind zufrieden mit dem was ihnen die Arbeitgeber gewähren. Oder - Sie nehmen ihr Schicksal endlich in die Hand, organisieren sich in der zuständigen Gewerkschaft, in dem Fall ver.di, und erkämpfen sich Tarifverträge.

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Ein Bericht von Björn Rudakowski

rudakowskiZu dem nicht nur in der Altenhilfe aktuellen Thema, hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, am 19.01.2017 in Kooperation mit ver.di, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Unser Kollege Björn Rudakowski hat an der Veranstaltung teilgenommen und für uns einen Bericht verfasst.

Sein vorab gesetztes Fazit ist erschreckend: „Wenn das Licht in den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner in den deutschen Heimen ausgeht, und die Stille einkehrt, kann in Notfällen oftmals oft nur noch die Gnade Gottes helfen und nicht mehr die fachliche Kompetenz von Pflegekräften…“   

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Bjoern Rudakowski 1…ein Beitrag von Björn Rudakowski

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich mich in meiner Jugend wie wild darauf gefreut habe, wenn es während der Woche ins Jugendcafe in die Evangelische Kirchengemeinde nach  Brüggen ging. Ich habe es genossen, obwohl ich katholisch bin, mit meinen Freunden in der Andacht zu beten. Wir waren eine große Familie, die zusammen spielte, musizierte, verreiste und ihren Glauben praktizierte. Ich möchte keinen Tag aus dieser Zeit missen.

Heute arbeite ich als Katholik in einer evangelischen Einrichtung der Diakonie als Pfleger, und die kirchliche Idylle, die ich in meiner Jugend kennenlernen durfte, lässt sich vielleicht noch rund um das Pfarramt und das Gemeindebüro aufrecht erhalten. ….weiterlesen 

rudakowskiEin Beitrag von Björn Rudakowski

Natürlich muss sich jede Christin und jeder Christ die Frage stellen: Sind die Arbeitsbedingungen in kirchlichen Unternehmen unsittlich und schlecht oder sollten Mann und Frau diesen Arbeitsbedingungen besser mit einer gehörigen Portion Demut begegnen, da man in einem Land arbeiten darf, das seit über 70 Jahren von Kriegen verschont geblieben ist und eine der weltweit stabilsten Rechtsstaatsformen vorzuweisen hat? Die Antwort scheint schnell gefunden zu sein, doch warne ich vor Pauschalisierungen. 

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...wenn du bei der Diakonie arbeitest hilft beten alleine nicht weiter.

monika schneider(ein Beitrag zur ARK DD von Monika Schneider)
Aufmerksam geworden durch das ver.di Flugblatt „Kniefall vor dem Markt“ zu den unverschämten Forderungen der Dienstgeber in der Arbeitsrechtlichen Kommission habe ich mich mit den einzelnen Anträgen der Arbeitgeber an die ARK DD und die Bewertungen seitens der Arbeitsgruppe AVR-DD in der BuKo (Bundeskonferenz der MAVen) etwas genauer befasst – mit zunehmender Empörung.

So wie ich das beurteile, müsste doch allen sogenannten Arbeitnehmervertretern klar sein, dass die Arbeitgeber hier ihr Ding durchziehen werden, und auch im Großen und Ganzen ihr Ziel erreichen werden. Denn wenn die Anträge zweimal erfolglos ohne Ergebnis beraten worden sind, geht es vor die Zwangsschlichtung.
Und der schlichtende Richter, der auch gegen die Arbeitnehmervertretung durchgesetzt wurde, wird versuchen einen Kompromiss zu finden. Und dieser wird in jedem Fall die bisherige AVR zu Lasten der ArbeitnehmerInnen verschlechtern. Bleibt nur die Frage wie hoch die Verschlechterung ausfällt.
Es zeigt sich hier wieder mal sehr deutlich, dass der kirchliche Dritte Weg der Arbeitsrechtsetzung ein Holzweg für die Arbeitnehmer und eine Autobahn für die Arbeitgeber ist.
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Bjoern Rudakowski 1Unerhörtes Arbeitgeber „Angebot“ in der ARK DD.

Gedanken zur drohenden AVR-Entgeltabsenkung  von Björn Rudakowski

Die Diakonie ist nicht erst seit gestern in der Altenpflege und Altenhilfe einer der größten Arbeitgeber in der Bundesrepublik und weiss seit Jahrzehnten, dass die Lohnentwicklung in der Altenhilfe eine bundesweite Signalwirkung hat. Nicht nur für die Pflege, sondern für das gesamte Tarifgeflecht auf dem Sozialmarkt. Bundesweit fordern Politik und Berufsverbände sowie Gewerkschaften Unisono die Schaffung von Anreizen in der Pflege und insbesondere für die Altenhilfe um den „Pflegenotstand“ ein Ende zu bereiten.

Ist  das Angebot der Arbeitgeberseite in der ARK DD vielleicht ein Angebot der Ewiggestrigen? - oder handelt es sich um das mathematische Kalkül von Sozialmarkt-Managern, für die eine Gewinnmaximierung das einzige Ziel ist? Festzustellen ist, dass die Rahmenbedingungen eine gesicherte Finanzierung für die Altenhilfe zulassen. Das Bundessozialgericht und der Gesetzgeber haben festgelegt, dass Tarifverträge vollständig bei den Pflegesätzen zu berücksichtigen sind. Warum also diese absurde Entgelt-Absenkungsorgie in der Diakonie?

... den gesamten Text zum Download
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gertrud troskyEin Beitrag zur drohenden AVR-Entgeltabsenkung  von Gertrud Trosky

Seit der „Revolutionierung“ der AVR, 2007 noch AVR DW haben die Diakonischen Dienstgeber zum Wert der Arbeit in Pflege, nichts dazu gelernt. Kaum waren damals alle AVR-Entgelte um 10% abgesenkt, wurde in den Betrieben mit sog. außertariflichen Zulagen gearbeitet. Aussage der Geschäftsführer „ sonst finden wir keine Mitarbeiter. Was die AVR vorsieht, reicht nicht.“ Deshalb wird in vielen Einrichtungen in den oberen Entgeltgruppen großzügig mit irgendwelchen ominösen AT-Zulagen gearbeitet. Natürlich nicht in den unteren Entgeltgruppen, wir sprechen insbesondere von E1 bis E4. Die wurden schon 2007 von der Einkommensentwicklung der anderen Entgeltgruppen abgehängt.

Mit den jetzt vorliegenden Anträgen der Diakonischen Dienstgeber in der ARK DD, wird es noch schlimmer.

Es droht langfristig eine Gehaltsabsenkung um bis zu 20% in der Pflege. 

….weiterlesen: Beitrag Gertrud zur AVR_ 2016.pdf  

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Bjoern Rudakowski 1Ein Kommentar von Björn Rudakowski zum Beschluss des Diakonischen Rates

Das kirchliche Arbeitsrecht braucht einen bundesweiten Rahmen mit gemeinsamen Regelungen und einem verbindlichen Leittarif.“ Diese viel umjubelten Worte sind die selbstauferlegten Ansprüche der Synodalen, die sie auf ihrer 11. Synode im November 2011 in Magdeburg verlauten ließen und die damalige Präses der Synode, Kartrin Göring-Eckardt, von einem Musterbeispiel eines demokratischen Prozesses schwärmen ließ.

Der Diakonische Rat im Rheinland hat sich scheinbar für allzu unbequeme Fälle kirchlicher Einheit auch nach Magdeburg ein Hintertürchen per Satzung offengehalten. Mehr dazu: Artikel 2015 -06 - 24 KORR.pdf

tschaut afholderbach... wie sag ich es meinen Kolleginnen und Kollegen!

Ein Bericht von Björn Rudakowski von der ver.di Fachkommission Kirche in nrw

An der von Maria Tschaut und Harald Afholderbach (Foto) geleiteten März-Sitzung der ver.di Fachkommission Kirche, haben auch Mitglieder des Gesamtausschusses der EKiR (GesA) teilgenommen. Diskutiert wurde, warum so wenig Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen die Tarifrunden und berufspolitischen Aktionen von ver.di unterstützen, obwohl sie von den Ergebnissen profitieren. Insbesondere auf evangelischer Seite wurde das vermisst.

Eine schlagkräftigere Unterstützung von Seiten der kirchlichen Mitarbeiter, so die ver.di-Verantwortlichen, hätten die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst längst verdient,- schließlich führen die Ergebnisse der Tarifrunden des Öffentlichen Dienstes, (wenn auch in aller Regel verspätet) auch bei den Kirchen zur Anpassung der Entgelte. Wenn es um höhere Entgelte, Aufwertung oder bessere Arbeitsbedingungen geht, wünscht sich ver.di mehr sichtbare Solidarität.

Festhalten konnten die entsandten Mitglieder des GesA, dass es viele Gründe gibt, die Arbeit der Gewerkschaften in Kirche & Diakonie zu unterstützen. Wenn es um höhere Entgelte, Aufwertung oder bessere Arbeitsbedingungen geht, wünscht sich ver.di mehr sichtbare Solidarität.

Wer wie der Gesamtausschuss für die Evangelische Kirche Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften fordert und die Einführung des Betriebsverfassungsgesetzes, kann nicht länger unbeteiligt am Rand stehen bleiben. Hier glauben die teilnehmenden Gesamtausschuss-Mitglieder muss ein Umdenken stattfinden.

…mehr zum Thema -Tariferhöhungen fallen nicht vom Himmel ...

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