Aufgrund von sich ständig verändernden Arbeitsbedingungen findet zunehmend Arbeitsverdichtung statt.

Deshalb solltest Du zu Deiner eigenen Sicherheit und zum Schutz der Betreuten diese Gefährdungsmeldung nutzen. Damit erfüllst Du auch Deine vertraglichen Pflichten gegenüber Deinem Arbeitgeber, Gefährdungen und mögliche Qualitätsmängel zu melden!

Anbei findet ihr als neues Material unsere Gefährdungsmeldung für den Sozial- und Erziehungsdienst (entspricht der Belastungsanzeige). Sie ist so formuliert, dass sie außer in Einrichtungen der stationären Kindertagesbetreuung auch in anderen Bereichen (Behinderteneinrichtungen oder ähnliches) verteilt werden kann.

Solltet ihr für eure Einrichtungen welche benötigen, bekommt ihr sie über eure ver.di Ansprechpartner vor Ort.

icon ...zum Download: Gefährdungsanzeige

Langzeiterkrankung ist auch in unseren Dienststellen leider nicht unbekannt. Ebenso wenig  wie die daraus entstehenden Probleme. In der Anlage findet ihr eine recht gute Arbeitshilfe  zum Thema, die auch  zur Unterstützung der Betroffenen genutzt werden kann.  

Recht praktisch

Die Gefährdungsanzeige wird oft auch Überlastungsanzeige genannt. Sie ist ein schriftlicher Hinweis der Beschäftigten an den Arbeitgeber bzw. unmittelbaren Vorgesetzten, dass es aufgrund der vorherrschenden Arbeitssituation zu gesundheitlichen Gefährdungen und/oder Qualitätseinbußen in der Arbeit kommen kann. Sie resultiert u.a. aus den arbeitsvertraglichen Nebenpflichten. Danach ist die/der Beschäftigte verpflichtet, den Arbeitgeber vor drohenden oder voraussehbaren Schäden zu bewahren bzw. vor deren Eintritt zu warnen.

Weitere Infos und Formulierungshilfen zum Download: Gefährdungsanzeige

Die GMAV des ctt.eV hat eine DV zum partnerschaftlichen Umgang miteinander erstellt und als Anregung/Muster veröffentlicht.

Mit einem herzlichen Dank an die Kolleginnen der Caritas geben wir das gerne an Euch weiter.

DV Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz

Wenn berufstätige Frauen schwanger werden, stellen sich in Bezug auf das Arbeitsverhältnis einige Fragen. Muss ich den Arbeitgeber informieren? Muss ich die anstehenden Arztbesuche alle in meiner Freizeit machen?

der verdi b+b Praxistipp beantwortet die wichtigsten Fragen:

https://www.verdi-bub.de/service/praxistipps/archiv/mutterschutzgesetz

(BAG, Beschluss v. 07.02.2012, 1 ABR 46/10)

Der Arbeitgeber hat für Arbeitnehmer, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind, die Durchführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (bEM) zu prüfen (§ 84 Abs. 2 Satz 1 SGB IX). In diesem Verfahren soll geklärt werden, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. Ob der Arbeitgeber seiner Pflicht zur Einleitung des bEM nachkommt, hat der Betriebsrat zu überwachen (§ 84 Abs. 2 Satz 7 SGB IX). Die Wahrnehmung dieser Aufgabe ist nicht von der Zustimmung der betroffenen Arbeitnehmer abhängig.

Aus den Gründen:

Im Betrieb eines auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrttechnik tätigen Arbeitgebers besteht eine Betriebsvereinbarung über die Durchführung des bEM. Nach dieser erhält der Betriebsrat quartalsweise ein Verzeichnis der Mitarbeiter, die im Jahreszeitraum mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig waren. Der Arbeitgeber möchte die Namen dieser Arbeitnehmer nur mit deren Einverständnis offen legen.

Der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts hat dem Antrag des Betriebsrats entsprochen, mit dem dieser die Angabe sämtlicher Arbeitnehmer verlangt hat, die für die Durchführung eines bEM in Betracht kommen. Der Arbeitgeber durfte deren namentliche Benennung nicht vom Einverständnis der Arbeitnehmer abhängig machen. Er hat ein bEM allen Beschäftigten anzubieten, die im Jahreszeitraum mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig gewesen sind. Für die Ausübung seines gesetzlichen Überwachungsrechts muss der Betriebsrat diesen Personenkreis kennen; einer namentlichen Benennung stehen weder datenschutzrechtliche Gründe noch das Unionsrecht entgegen.

... die vor 1990 Kinder bekommen haben, können mit mehr Betriebsrente rechnen.

Das Bundesverfassungsgericht kippte eine Regelung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), nach der die Mutterschutzzeiten vor 1990 nicht in die Berechnung der Betriebsrente einbezogen wurden

(Az.: 1BvR 1409/10).

Hintergrund der Entscheidung ist, dass das Mutterschaftsgeld steuerfrei gestellt war. Dadurch zahlte der Arbeitgeber keine Umlagen, was sich wiederum auf die Berechnung der Betriebsrente auswirkte. Dies verstößt für die Richter gegen das Verbot der geschlechterbezogenen Diskriminierung. Eine europäische Regelung hatte bereits ab 1990 solche Satzungen für unwirksam erklärt. Jetzt ist auch für die Zeit davor Rechtsklarheit geschaffen.

[Quelle]dpa

Was kann die Belegschaft oder der Betriebsrat tun, wenn der Arbeitgeber beschließt, die Arbeitsplätze zu modernisieren? Der Arbeitgeber darf neue Technologien in den Betrieb einführen und damit in die Arbeitsplatzgestaltung eingreifen. Dabei besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Maßnahmen auf Angemessenheit überprüfen zu lassen, ggf. bei Unzumutbarkeit zu verweigern (Ausnahmefall) Der Betriebsrat hat die Möglichkeit, sich am Planungsprozess zu beteiligen. Ferner bestehen Mitbestimmungsrechte.

....mehr dazu 

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