Interview mit Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand 

Die Diakonie Deutschland hat ver.di aufgefordert, sich an der Neubildung der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK-DD) zu beteiligen. Warum hat ver.di das abgelehnt? Sylvia Bühler: ver.di steht für Verhandlungen auf Augenhöhe, die gibt es nicht im »Dritten Weg« kircheninterner Lohnfindung. Wer das nicht glauben will, muss sich nur die vergangenen Monate anschauen. Was da in der ARK-DD abging, erinnert an absurdes Theater. Lange war völlig offen, ob es am Ende überhaupt noch einen Beschluss geben würde. Nun ist er da. Und wieder waren die Beschäftigten völlig außen vor. Sie können weder die Forderungen beschließen noch die Verhandlungsstände diskutieren oder gar über das Ergebnis abstimmen. Wen repräsentieren denn eigentlich die »Dienstnehmervertreter/innen«? Mitglieder gewerkschaftlicher Tarifkommissionen werden demokratisch gewählt, die Forderungen werden breit diskutiert und alle Beschäftigten werden über die Verhandlungen informiert. Alles ist transparent – das kann man vom »Dritten Weg« nun wirklich nicht behaupten. 

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