Diakonie und Caritas sollen den Prozess hin zu einem bundesweiten Tarifvertrag zu unterstützen

Die ver.di-Bundestarifkommission Altenpflege hat am 22. November die klare Erwartung an die Arbeitgeber formuliert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um spätestens im Januar 2019 Tarifverhandlungen aufzunehmen. Ziel ist ein Tarifvertrag, der auf die gesamte Altenpflege erstreckt werden soll. "Die Zeit drängt. Um das gesellschaftlich wichtige Feld der Altenpflege attraktiv zu machen, brauchen wir mehr Personal und eine gute Bezahlung.", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Insofern begrüße ver.di die Bestrebungen der weltlichen Wohlfahrtsverbände, einen gemeinsamen Arbeitgeberverband zu gründen, so Bühler weiter. "Die Bundestarifkommission Altenpflege appelliert an Diakonie und Caritas, den Prozess hin zu einem bundesweiten Tarifvertrag zu unterstützen. Die großen konfessionellen Anbieter haben eine gesellschaftliche Verantwortung, die Altenpflege insgesamt attraktiv zu gestalten." Das kirchliche Arbeitsrecht dürfe diesem Vorhaben nicht im Weg stehen. …mehr dazu findet ihr hier.

2017 arbeiteten 43 % der westdeutschen und 56 % der ostdeutschen Beschäftigten in Betrieben, in denen es keinen Tarifvertrag gab.

Der Anteil der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben ist seit 1996 deutlich zurückgegangen. Arbeiteten damals in Westdeutschland 70 % der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag, waren es im Jahr 2017 noch 49 Prozent. In Ost- wie in Westdeutschland ist die Tarifbindung seit Jahren rückläufig. Auch wenn dieser Erosionsprozess schleichend verläuft, ist der Trend als solcher eindeutig und hält nach wie vor an. Obwohl Branchentarifverträge für viele Betriebe nach wie vor als Referenzrahmen bei der Aushandlung der Löhne und Arbeitsbedingungen dienen, fehlt in diesen Betrieben die rechtliche Verbindlichkeit und die damit einhergehende Sicherheit für die Beschäftigten. Den Beitrag aus dem Online-Magazin IAB-Forum von Susanne Kohaut findet ihr hier zum Download.

rudakowskiGedanken von Björn Rudakowski zum „Erfolg der Unsolidarischen“

Die Gewerkschaft ver.di hat Anfang April zu Warnstreiks in Kitas, Heimen und andern öffentlichen Einrichtungen aufgerufen. Viele Kolleginnen und Kollegen gingen das Risiko ein und folgten aktiv dem Streikaufruf ihrer Gewerkschaft. ver.di hat unter anderem sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten gefordert. Der Arbeitskampf war erfolgreich, es konnte eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 7.5% bei 30 Monaten Laufzeit erreicht werden. …weiterlesen

Tarif- und Besoldungsrunde 2018 im öffentlichen Dienst  

Es gibt keinen Tabellenwert, der um weniger als 175 Euro angehoben wird. In vielen Fällen sind es 200 bis 250 Euro im Monat. Die Tabellenerhöhungen fallen für alle Entgeltgruppen und -stufen unterschiedlich aus, das Gesamtvolumen von 7,5 Prozent stellt die Gesamtwirkung über alle Entgeltgruppen dar und ergibt sich aus insgesamt drei Erhöhungsschritten bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Der erste Schritt erfolgt rückwirkend ab 1. März 2018. 

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wirsindeswertBsirske: „Bestes Tarifergebnis seit vielen Jahren.“

In der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen wurde ein Verhandlungsergebnis erzielt. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf Im Durchschnitt 7,5 % Lohnerhöhung bei 30 Monaten Laufzeit verständigt. Verhandlungsführer Frank Bsirske sprach vom "besten Ergebnis seit vielen Jahren". Besonders hohe Zuwächse habe man in den Bereichen vereinbaren können, in denen der öffentliche Dienst die größten Personalgewinnungsprobleme  auf dem Arbeitsmarkt hat: Bei Fach- und Führungskräften, Technikern, Ingenieuren, IT-Fachleuten und bei den sozialen Berufen. Frank Bsirske hob hervor, dass es zugleich gelungen sei, auch für Beschäftigte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen einen deutlichen Sprung nach oben zu sichern. 

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aktionstag altenpflegeGemeinsam stark für mehr Personal in der Altenpflege

Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen haben sich am Buß- und Bettag, im ganzen Bundesgebiet am ver.di-Aktionstag beteiligt und auf den Personalnot in der Altenpflege aufmerksam gemacht. Gute Pflege braucht genügend Personal! Doch genau daran fehlt es. Denn der Arbeits-Alltag der Beschäftigten in der Altenhilfe bedeutet: viele Überstunden, häufiges Einspringen aus dem Frei, zu wenig Zeit für die Menschen und keine verlässlichen Pausen- und Arbeitszeiten. Berichte über die kreativen Aktionen, mit denen die Kolleginnen und Kollegen gegen den Pflegenotstand protestiert haben, findet ihr hier

 

…für mehr Personal und Entlastung per Tarifvertrag

Erstmals haben sich Beschäftigte eines katholischen Krankenhauses an den Streiks für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus beteiligt. Im saarländischen Ottweiler haben die Kolleginnen und Kollegen im Marienhaus diesen mutigen Schritt gewagt und Entlastung per Tarifvertrag für ihr Haus gefordert. Begleitet wurden sie von einer unglaublichen Solidaritätswelle aus anderen Krankenhäusern, anderen ver.di-Fachbereichen, Schwestergewerkschaften, dem MB und Ottweiler/innen. Von Radio Vatikan über Spiegel Online bis zum englischen Teil der Neuen Welle, sowie Berichten in vielen Zeitungen, gab es ein massives Presseecho.

…mehr dazu und einen Film von ver.di-TV findet ihr hier

Erhöhung des Pflegemindestlohns ab 01.01.2018

Die Pflegekommission hat sich auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt. Ab 1. Januar 2018 soll der Mindestlohn auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen. In zwei Schritten soll er bis Januar 2020 weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. In Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen, arbeiten derzeit rund 900.000 Beschäftigte. Dort, wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (zum Beispiel in Privathaushalten), gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn.

…mehr dazu könnt ihr der Pressemitteilung des BMAS entnehmen

Der TV PfliB gilt auch für die Altenpflege der Diakonie in Bremen

Mit dem Abschluss des Tarifvertrages Altenpflege in Bremen (TV PfliB) ist jetzt erstmals ein Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Altenpflege abgeschlossen worden. Der trägerübergreifende Tarifvertrag gilt für AWO, DRK, Parität, Diakonie und Caritas mit insgesamt ca. 3.200 Beschäftigten. Die Regelungen zu Urlaub, zur Jahressonderzahlung und Zulagen treten zum 1.1.2017 rückwirkend in Kraft. Die Entgelte wirken ab dem 1.6.2017 in der stationären Pflege und ab 1.10.2017 in der ambulanten Pflege.

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Diakonie Niedersachsen – Tarifverhandlungen mit akzeptablem Kompromiss abgeschlossen

Ab 1. Januar 2017 gibt es eine Entgeltsteigerung von 2,25% und ab 01.01.18 von weiteren 2,25% bei einer Laufzeit bis 31.12.2018. Für die Monate Okt.-Dez. 2016 gibt es eine Einmalzahlung von 300€ (Teilzeitkräfte anteilig). Die Kinderzulage bleibt erhalten. Die ver.di Tarifkommission wertet das Ergebnis insgesamt als Erfolg: Mehr Geld, zukunftssichere Strukturen und die Verteidigung von Sozialstandards. Ein akzeptabler Kompromiss.

…das Ergebnis im Einzelnen ist hier zu finden.

Frank Bsirske: „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“

Rückwirkend ab 1. Januar 2017 werden die Tabellenentgelte linear um 2,0 Prozent, mindestens aber um 75,00 Euro erhöht. Der Mindestbetrag von 75,00 Euro gilt für alle Beschäftigten, deren bisheriges Tabellenentgelt niedriger als 3.200,00 Euro ist. Ab 1. Januar 2018 werden die Tabellenentgelte einheitlich um weitere 2,35 Prozent erhöht. „Insgesamt ist das ein positives Ergebnis!“ fasst Frank Bsirske zusammen. Gleichzeitig sei es gelungen, die Bezahlungen im Sozial- und Erziehungsdienst zu verbessern und Akzente zugunsten der Auszubildenden und jüngeren Beschäftigten zu setzen.

Bis zu einer Einigung, die in der Tarifrunde 2019 angestrebt wird, erhalten Sozialarbeiter je nach Eingruppierung 50 bis 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Die Entgelte der Auszubildenden und der Praktikantinnen/Praktikanten werden einheitlich ab 1. Januar 2017 um 35,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 35,00 Euro erhöht.

…mehr dazu findet ihr hier 

entlastungDenn Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen.

„Wir mögen unseren Beruf“, sagen Beschäftigte im Krankenhaus. Trotzdem geben viele nach ein paar Jahren den Beruf ganz auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit. Das hat etwas mit der hohen Belastung zu tun. Pausen können selten genommen werden und kurzfristiges Einspringen ist Normalität. Denn auch noch so viel persönlicher Einsatz kann den Personalmangel nicht ausgleichen. Bei privaten Klinikkonzernen, kirchlichen Kliniken oder öffentlichen Krankenhäusern – überall fehlt Personal. Deshalb fordert ver.di für die Beschäftigten Entlastung: Mehr Personal, Verlässliche Arbeitszeiten und einen Belastungsausgleich durch Tarifvertrag.

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tarifrunde16Lohnerhöhung um 4,75 Prozent, sichere Altersversorgung und neue Entgeltordnung

Bei den Tarifverhandlungen für die 2,14 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen konnte eine Einigung erzielt werden. „Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der die Reallöhne deutlich erhöht und dazu beiträgt, den öffentlichen Dienst in Deutschland attraktiver zu machen“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Bsirske.Die Warnstreiks von 100.000 Beschäftigten kurz vor den Tarifverhandlungen hätten für eine Beschleunigung der Gespräche und einen akzeptablen Kompromiss gesorgt.

Die Tarifparteien haben sich auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um insgesamt 4,75 %  in zwei Schritten geeinigt. 2,4 % ab 1.März 2016 und 2,35 % ab 1.Februar 2017. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls in zwei Schritten um insgesamt 65 Euro erhöht – 35 Euro ab 1. März 2016 und 30 Euro ab 1. Februar 2017.

Die neue Entgeltordnung bringt für einen großen Teil aller Berufe im öffentlichen Dienst auch eine finanzielle Aufwertung. Die Tarifvertragsparteien hatten mehrere Jahre über die Neubewertung von 1.088 der rund 4.000 Tätigkeitsmerkmale verhandelt. …mehr dazu

urabstimmungIn der Urabstimmung zum Tarifergebnis vom 30. September 2015 haben sich 57,2 Prozent der ver.di-Mitglieder für die Annahme ausgesprochen."Damit wird ein erster Schritt in Richtung Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe erzielt ", erklärt Wolfgang Pieper, Bundesvorstandsmitglied von ver.di. Zur Aufwertung gehörten nicht nur eine bessere Bezahlung, sondern auch gute Bedingungen, um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu verbessern. "Die Politik ist jetzt aufgefordert, nicht nur von der Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes zu reden, sondern auch die Verbesserungen zu schaffen, mit denen die Bedingungen in den Einrichtungen verbessert werden", betonte Pieper. Das sei auch insbesondere im Hinblick auf Flüchtlingskinder und Jugendliche dringend notwendig.

…eine detaillierte Übersicht der Verbesserungen findet Ihr hier

Die ver.di Bundestarifkommission beschließt Eckpunkte der Forderung

  1. Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale von durchschnittlich 10 % sowie Verbesserungen für die Behindertenhilfe.
  2. Zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung.
  3. Die belegbaren Plätze, die Gruppenanzahl und die Beschäftigtenzahl müssen alternative Heraushebungskriterien für die Kita-Leitungen sein.
  4. Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation (z.B. bei Einsatz von Sozialassistentinnen als Erzieherinnen).    

Mehr dazu findet ihr hier: Flyer 02 SuE Aufwertungund hier: Flyer 04 BTK Beschluss Forderung

Im Auftrag der SPD Bundestagsfraktion haben Prof. Dr. Bernd Schlüter und  Prof. Dr. Chritian Bernzen ein umfangreiches Gutachten vorgelegt, dass Chancen und Weg zu einem Branchentarif Soziales beschreibt.

Gutachten zum Sozialtarif

ver.di begrüßt die Begründung des BAG zur Tarifunfähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP).

"Das BAG hat mit seiner Entscheidung die Grundlage dafür gelegt, dass Leiharbeitnehmer, für die bisher die CGZP-Tarifverträge galten, rückwirkend Ansprüche auf die Differenz zum Equal Pay geltend machen können," sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Gerd Herzberg.

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