GesA bis 2014

GesA_Vorstand

Der Gesamtausschuss hat sich am 26.10.2011 konstituiert und seine Leitung gewählt. Damit ist der Gesamtausschuss handlungsfähig. Die Amtsperiode geht bis September 2014.

Dem Vorstand gehören an:
als Vorsitzender  Gisbert Fischer
als stellvertretende Vorsitzender Michael Rolle
weitere Stellvertretungen Agnes Samusch, Andreas Schneider und Andreas Ullrich

michael-rolle"Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes. Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen." (Barmer Erklärung von 1934, IV. These)

 

Mitarbeitervertreter gehören in die Aufsichtsgremien

 

Wenn sich Dienstgeber immer mehr Rechte nehmen, muss die Aufsicht durch die betriebliche Mitbestimmung der Mitarbeitenden gestärkt werden. Mitarbeitervertreter gehören in die Aufsichtsgremien und sollten an wichtigen betrieblichen Entscheidungen stärker beteiligt werden. Mir fällt kein gutes Argument ein, warum das in der Diakonie nicht umgehend eingeführt werden sollte. In der kleinsten Einheit, der Kirchengemeinde funktioniert das seit vielen, vielen Jahren; in der Regel sehr erfolgreich. Mitarbeiterpresbyter heißt die Erfindung. Die vertreten im Leitungsgremium die Interessen der Mitarbeitenden und haben selbstverständlich Stimmrecht.

aschneiderFrage : Für den neuen Gesamtausschuss ist keine Beteiligung an der Arbeitsrechtsetzung vorgesehen. Was spricht denn gegen eine Beteiligung an der Arbeitsrechtsetzung ?

Andreas Schneider: Eine, wie auch immer geregelte Beteiligung der MAVen an der Arbeitsrechtsetzung würde Interessenkonflikte für die Entsendeten nach sich ziehen. Ihre Verhandlungsposition wäre durch direkte oder auch nur indirekte Abhängigkeit gegenüber den Dienstgebern zumindest erschwert. Bei der Interessenvertretung der Mitarbeitenden durch Verbände und Gewerkschaft besteht hingegen keine Abhängigkeit gegenüber den Dienstgebern. Unabhängig davon, dass auch über das MVG der EKiR keine Beteiligung der MAVen an der Arbeitsrechtsetzung vorsieht, hat der Beirat immer den Abschluss von Tarifverträgen gefordert.Das auszuhandeln und durchzusetzen ist Aufgabe von Gewerkschaft und Verbänden. MAV-Spitzenvertretungen wie ein Gesamtausschuss können das nicht leisten, da die verbandlich-gewerkschaftliche Unabhängigkeit nicht ausreichend gegeben ist.

gisbert_fischerFrage: Was kann denn so ein Gesamtausschuss entscheiden bzw. bewirken ?

Zu allererst kann er darauf achten, dass sich das kirchliche Arbeitsrecht nicht noch weiter von dem "Allgemeinen" entfernt. Das hat schon der Beirat erfolgreich getan und das wird gewiss auch dem Gesamtausschuss gelingen. Anders als in anderen Landeskirchen, wird unser Gesamtausschuss sich nicht aktiv an der Tarifsetzung beteiligen. Das ist nach unserer Überzeugung alleine Sache der Gewerkschaft und Verbände. Das schließt natürlich nicht aus, dass tarifpolitische Vorstellungen und Wünsche über den GsA an die Dienstnehmerseite in der ARK/RWL herangetragen werden.
Aber es geht es nicht "nur" um Tarife, sondern um den Ausbau einer paritätischen Mitbestimmung. Bei allen unsere Arbeitsplätze betreffenden Überlegungen, sollte wie auf der betrieblichen Ebene die MAV, auf Landeskirchenebene der GsA eingebunden sein. Ebenso bei Änderungen zum MVG.
Zudem erhoffe ich mir aus dem Gesamtausschuss eine Fülle von Initiativen zu Arbeitsbedingungen und Perspektiven kirchlich/diakonischer Arbeit. Ich bin davon überzeugt, dass der Gesamtausschuss viel bewirken kann und wird.

„Das kirchliche Arbeitsrecht muss und wird sich weiterentwickeln.

Die Frage ist, in welche Richtung. Mein Wunsch ist eine Entwicklung

hin zu Tarifverträgen bis hin zum Streikrecht für kirchliche Mitarbeiter.

 

finden Sie alle Texte zu den GesA-Mitgliedern als PDF Dateien.

Ebenfalls eine "Wer macht was?" Aufstellung und die LIste aller GesA Mitglieder.

Hier geht es zum Downloadbereich.

Go to top