Einsatz eines Privatfahrzeugs im Rahmen der Rufbereitschaft (BAG Urteil vom 22. Juni 2011 - 8 AZR 102/10)

Grundsätzlich haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte selbst zu tragen. Anders kann es im Rahmen eines Rufbereitschaftsdienstes aussehen, so das Bundesarbeitsgericht.

Das Gericht bestätigt, dass eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch gegen ihren Arbeitgeber haben, wenn sie im Rahmen eines Rufbereitschaftsdienstes bei der Fahrt von ihrem Wohnort zur Arbeitsstätte mit ihrem Privatwagen verunglücken. Die Höhe dieses Ersatzanspruchs bemisst sich nach den Regeln des innerbetrieblichen Schadensausgleichs.