Berichte

Landessynode 2018

Auch in diesem Jahr waren „Aktive“ von GesA und MAV wieder in Bad Neuenahr präsent. Diesmal hat auch der Präses der EKiR, Manfred Rekowski, hat die Forderungen des Gesamtausschuss freundlich entgegengenommen. Der GesA fordert Unternehmensmitbestimmung, die Übernahme gewerkschaftlicher Tarife und die Anwendung des Betriebsverfassungsgesetzes in kirchlichen Einrichtungen… 
Flyer und Flugblätter, die zur LS 2018 zur Verteilung gekommen sind, findet ihr hier.

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michael rolle... und weitere Verschlechterungen für die Beschäftigten der Diakonie

AVR DD - Dienstgeber beabsichtigen Lohnabsenkungen um bis zu 20%.

Liebe Kolleginnen und Kollegen.

Der Gesamtausschuss der EKiR protestiert mit seiner Stellungnahme, gegen die von der Dienstgeber-Seite in der ARK der Diakonie Deutschland beabsichtigten Lohnabsenkungen und Verschlechterungen von Rahmenbedingen. Wir erwarten, dass die Dienstgeber ihre familienfeindlichen Anträge zurücknehmen und sich ihrer sozialen Verantwortung wieder bewusst werden. Die aktuellen Anträge der Diakonischen Dienstgeber in der ARK DD zeigen einmal mehr auf, dass sich die Intention der Dienstgeber, um nichts von denen der kommerziellen Sozial-Anbieter unterscheidet.

Der Gesamtausschuss fordert deshalb im Einvernehmen mit allen anderen Interessenvertretungen der Mitarbeitenden in der Diakonie, dass die Sonderrechte im kirchlich/diakonischen Arbeitsrecht aufgehoben werden und ordentliche, mit den Gewerkschaften ausgehandelte Tarife auch bei Kirche und Diakonie zur Anwendung kommen.
... die Stellungnahme findet ihr hier

fischer(Nur) drei Jahre Vorsitzender des ersten Gesamtausschusses in der EKiR und doch so viel erreicht!

Eine Amtszeit (die Erste) war Gisbert Fischer Vorsitzender des gemeinsamen Gesamtausschusses der kirchlichen und diakonischen Mitarbeitervertretungen. Bei der Wahl im September 2014 hat er nicht mehr kandidiert. Mit Ende des gerade vergangenen Jahres kam der wohlverdiente Ruhestand.

Die Energie, mit der er in der vergangenen Amtszeit versucht hat, diesem Gesamtausschuss Struktur zu geben und ihn zukunftsfähig zu machen, ist außerordentlich und bemerkenswert.

Der Gesamtausschuss hat sich zu einem verlässlichen Partner in der Zusammenarbeit mit der Landeskirche und der Diakonie entwickelt. Insbesondere der gute und sehr konstruktive Austausch mit den Arbeitsrechtsreferenten, Frau Fischmann-Schulz und Herrn Dr. Klostermann hat sich so positiv entwickelt, dass die Formulierung „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ gelebte Praxis und keine leere Worthülse ist. Mehr dazu: Verabschiedung Gisbert

altDie Vertreter der Regio-MAVen und Mitglieder des GesA haben die langjährige Vorsitzende im MAV-Beirat der EKiR und Regio-MAV Köln, Hannelore Morgenstern-Przygoda in den Ruhestand verabschiedet. Jeder der Hannelore kennt und das werden ganze MAV-Generationen sein, weis dass bei ihr das Prädikat „wohlverdient“ zutrifft. Hannelore ist in mehr als zwei Jahrzenten, erfolgreich und nachhaltig für die Rechte der MAVen in der EKiR und DWR eingetreten. Hannelore hat mit der ihr eigenen Ungeduld keine Gelegenheit ausgelassen diese Rechte immer wieder einzufordern und anzumahnen: 

Bei den ungezählt vielen Fortbildungen, die sie durchgeführt hat, ihrer unerschütterlichen Präsenz vor den Toren der Landessynode, den vielen, oft enttäuschenden Gesprächen mit Repräsentanten unserer Kirche und Diakonie, als Sprecherin der Regio-MAV Köln, Vorsitzende des landeskirchlichen Beirates und als 2.Vorsitzende des GesA (um die Aufzählung zu vervollständigen, können Seiten gefüllt werden) Der Gesamtausschuss und die Regio-MAVen danken Hannelore im Namen aller MAVen der EKiR für ihr unerschöpfliches Engagement zur Stärkung und Erweiterung der MAV-Rechte sowie für ihre verlässlich kompetente Arbeit in den vielen unterschiedlichen MAV-Gremien. 

Gisbert Fischer 

Vorsitzender

Zu ihrem Abschied hat uns Hannelore ihre Gedanken zum Abschied geschrieben, die ihr hier abrufen könnt.  

Schmelter 2011-09-29 1Mit Winfried Schmelter verlässt den GesA ein Kollege, dessen steten Mahnungen es zu verdanken ist, dass unsere MAV-Spitzenvertretung keine Aufspaltung der in Kirche und Diakonie zugelassen hat. Er hat sich immer für den Erhalt der Einheit von EKiR und DWR eingesetzt. Zudem hat er sich so lange wir zurückdenken können, aktiv um die Schulung neuer MAVen gekümmert und keinen noch so langen Anfahrtsweg gescheut, um SEIN Saarland in unseren Gremien zu vertreten oder hilfesuchende MAVen vor Ort zu unterstützen. Es ist bezeichnend für Winfried, dass er auch weiterhin MAV-Fortbildungen über unsere Gewerkschaft in Abstimmung mit dem GesA in Saarland anbieten wird.

Danke, lieber Kollege.

Die Ansprache von Hannelore Morgenstern zum seinem Abschied findet ihr hier

Ulla 200Ulla ist am 04. April 2013 verstorben. Mit ihr verlieren wir eine engagierte MAV-Kollegin und beherzte Gewerkschafterin, die sich immer durch ihren vehementen Einsatz für die Rechte der MAVen und die Mitbestimmung in Kirche und Diakonie ausgezeichnet hat. Antrieb dazu waren stets die Sorgen und Nöte ihrer Kolleginnen und Kollegen und ihr Selbstverständnis als Gewerkschafterin, in dem der 3.Weg als kirchliches Sonderrecht keinen Platz hatte.

Zum Download: Anteilnahme der Vertretung der Dienstgeber

Nachruf Ulla Klückmann.pdf

Winfried-Schmelter-in-Magdeburg-04.11Der Gesamtausschuss hat ein Votum zum Arbeitsrechtsgrundsätzegesetz.Diakonie-EKD verfasst.

Wir haben den Versand an die  EKD-Synodalen oder wenigstens der rheinischen EKD-Synodalen  beim Landeskirchenamt, Herrn Drägert, erbeten. Zudem wurde das Votum an den EKD-Arbeitsrechtsreferenten,  Detlev Fey sowie an Frau Fischmann-Schulz und Herrn Dr. Klostermann geschickt.

Unterstützenden Unterschriften von Kolleginnen und Kollegen der EKiR und DWR wurden durch unser Mitglied Winfried Schmelter (Foto) überreicht. 
Zum Download: Info EKD Synodale zu Art 9GG 2011

Gerold Schmidt-am-Stand150Der Gesamtausschuss war auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand bei der Landessynode vertreten um die Synodalen über die Belange der Mitarbeitenden und unsere Forderungen zu informieren. Dabei wurden Flugblätter zur Unternehmensmitbestimmung und zum BAG-Streikurteil
in der GesA-Ökotasche an die Synodale verteilt. Unser Kollege Björn Rudakowski hat für euch einen kurzes Video zusammengestellt, das hier abzurufen ist:

http://www.youtube.com/watch?v=Gbl-Kq0ZH40&feature=youtu.be

Im Januar 2013 wird der Gesamtausschuss erstmals die MAVen in der EKiR auf der Landessynode offiziell vertreten. Nach langen Jahren vergeblichen Forderns des Beirates, hat das LKA dem GesA jetzt den gleichen Gaststatus gewährt, den auch der Pfarrvertretung seit ihrer Gründung zugestanden ist. Der GesA hat Michael Rolle als seinen Delegierten gewählt. Die Stellvertretung wurde Simon Jonas übertragen.

Wir betreten damit die erste Stufe unserer Forderungstreppe zur paritätischen Mitbestimmung. Wie und ob wir die Belange der Mitarbeitenden in unserem Kirchenparlament zu Gehör bringen können, bleibt abzuwarten und wird gewiss auch von dem Zugang in Ausschüssen und Arbeitsgruppen der EKiR abhängen.

Michael Rollesimon-jonas

Michael Rolle und Simon Jonas

Der GesA lehnt den Entwurf zum ARGG EKD ab.

fischerDer vorliegende Entwurf zum Arbeitsrechtsregelungsgrundsätzegesetz 2013 wird vom Gesamtausschuss in seinen wesentlichen Teilen abgelehnt. Der GesA sieht Arbeitsrechtsetzung als Aufgabe von Gewerkschaften und Verbänden an und lehnt eine Beteiligung von MAV-Gremien grundsätzlich ab.

Den Versuch, mit dem Entwurf zum ARGG EKD, gewerkschaftliche Mindestanforderungen für eine Teilnahme an der kirchlichen Arbeitsrechtsetzung per Kirchengesetz erneut zu unterlaufen, hat der Gesamtausschuss mit Unverständnis aufgenommen. Der GesA erwartet, dass die Vorlage in Teilen ersatzlos gestrichen und mit den Gewerkschaften und Verbänden in direkter Verhandlung, neu ausgestaltet wird. 

Sollten die Vertreter von Kirche und Diakonie Ihr Interesse an einem Sozialtariftarif ehrlich meinen, wäre es jetzt an der Zeit davon abzusehen, die Voraussetzungen dazu mit juristischen Tricks zu erschweren. Der Entwurf zum ARGG lässt für Gewerkschaften und Verbände auch nicht den geringsten Verhandlungsspielraum zu und hält stattdessen am System des „kollektiven Bettelns“ fest. Mit ihrer uneinsichtigen Haltung verspielt unsere Kirche gegenwärtig auch den letzten Rest der Zuversicht, die mit der Magdeburger-Synode verbunden wurde.

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