Die Dienstnehmerseite in der ARK DD betont, dass alle Anträge der Dienstgeberseite, die zu erheblichen finanziellen Einbußen führen sollten, mit den Beschlüssen der ARK DD vom 16. Juli 2019, erledigt sind. Auch ein zweimal abgelehnter Antrag der Dienstnehmer wurde abgearbeitet; die Arbeitszeit im Bereich „Ost“ wird in 2 Stufen zum 1.1.2021 auf 39 Stunden reduziert. Die Dienstnehmerseite begrüßt ausdrücklich, dass weitere Schritte in Richtung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst gegangen werden konnten, auch wenn ein völliger Gleichklang nicht erreicht wurde.
…mehr dazu findet ihr auf der Seite der Dienstnehmerin der ARK DD

Bei „Frei“ kann eine „Vertretungsbereitschaft“  für 2 Stunden angeordnet werden

Die ARK DD hat für das Einspringen am eigenen freien Tag einen Vertretungszuschlag von 60 Euro eingeführt. Gleichzeitig wurde aber auch beschlossen, dass bei „Frei“ eine Vertretungsbereitschaft für 2 Stunden angeordnet werden kann. Dieser „Bereitschaftsdienst“ muss mit wenigstens 30 Euro abgegolten werden. Bei einer Arbeitsaufnahme erhöht sich diese Zulage auf 45 Euro.
…mehr dazu ist den Rundschreiben der ARK DD vom 18. Juli 2019 zu entnehmen.

mEngelhardtÜberlegungen dazu von Michael Engelhardt

Die ARK DD hat beschlossen, Prämien für Vertretungsdienste einzuführen. So soll es zukünftig für das Holen aus dem Frei, auf freiwilliger Basis 60 Euro geben ….gut so. Strittig stellen kann man allerdings den Beschluss zur Einführung von Stand-By-Diensten
An bis zu drei Tagen im Monat soll der Arbeitgeber befugt sein, den Mitarbeitenden zu solchen Diensten einzuteilen. Der Mitarbeitende hat sich an diesen Tagen bis zu zwei Stunden bereit zu halten, die Arbeit bei Bedarf aufzunehmen.
Führt das nun zur Verlässlichkeit von Dienstplänen?  Für den Arbeitgeber sicherlich. Für den Mitarbeitenden führt eine solche Regelung primär dazu, dass er sich an drei Tagen weniger verbindlich etwas vornehmen kann, weil er damit rechnen muss, eventuell arbeiten zu müssen.
…weiterlesen

Eine weitere Erhöhung um 2,2 %, folgt zum 1.7.2020

Die ARK DD hat sich im Juli auf eine rückwirkende Erhöhungen der Entgelte um 2,5% zum 1.7.2019 verständigt. Eine weitere Erhöhung um 2,2 %, folgt zum 1.7.2020. Im AVR DD Bereich Nord und Ost tritt die Erhöhung allerdings erst zum Oktober in Kraft. Zudem wird ab der Entgeltgruppe 7, die Stufen-Bemessungsgrundlage um jeweils 1% erhöht und eine weitere Erfahrungsstufe 3 zum 1.7.2020 eingeführt, die mit 114,5 % der Basisstufe gerechnet ist. 
…mehr dazu ist den Rundschreiben der ARK DD vom 18. Juli 2019 zu entnehmen.

Der Nachtzuschlag wird künftig ab 21 Uhr mit 25 % berechnet

Die ARK DD hat den Zeitzuschlag für Sonntagsarbeit ab 1.1.2020 einheitlich auf 35 % angehoben. Der Nachtzuschlag wird künftig wie im TVöD, ab 21 Uhr mit 25 % berechnet. Zum Ausgleich wird die Bemessungsgrundlage für alle Zeitzuschläge in Anlage 9 ab Januar 2020 um mehr als 10 % erhöht. Zudem werden die Zulagen für Schichtarbeit erhöht. Davon ausgenommen ist die Wechselschichtzulage,- sie wird als Kompensation des höheren Nachtzuschlages reduziert.
…mehr dazu ist den Rundschreiben der ARK DD vom 18. Juli 2019 zu entnehmen.

Dienstnehmer fordern eine lineare Entgelterhöhung von 7 % für Mitarbeitende in der Diakonie

In der Sitzung der ARK-DD am 17. Mai 2019 haben die Dienstnehmer eine lineare Entgelterhöhung von 7 % gefordert. Die Dienstgeberseite erwartet Absenkungen im Bereich der Zuschläge und Zulagen, Streichung der Kinderzulage ab dem zweiten Kind sowie die stufenweise Abschaffung der Pflegezulage, um damit eine öffentlichkeitswirksame Entgelterhöhung zu finanzieren. Die Vorstellungen liegen also sehr weit auseinander und sollen von einer Verhandlergruppe in den nächsten Wochen zu einer Vorlage geführt werden, die möglichst im Juli in einer Sondersitzung beschlossen werden kann.
Mehr dazu findet ihr auf den Seiten der ARK-DD

Einigung zum Vorsitz und deren Stellvertretungen.

Nach Vorschlag der Präsidentin des Bundesarbeitsgerichtes, hat sich die ARK-DD auf Frau Dr. Ursula Rinck (gewählt von den DG) Herrn Ralf Zimmermann (gewählt von den DN) als Vorsitzende für den Schlichtungsausschuss verständigt. Beide sind Richter beim BAG. Als Stellvertreter hat die DN-Seite Herrn Rechtsanwalt Udo Rein vorgeschlagen. Er ist seit 2006 ehrenamtlicher Richter am Hessischen Landesarbeitsgericht.

Deshalb beteiligt sich ver.di nicht am „Dritten Weg“

Nach BAG sind »kirchliche Arbeitsrechtsregelungen allgemeine Geschäftsbedingungen, welchen mangels normativer Wirkung in privatrechtlichen Arbeitsverhältnissen nur über Bezugnahmeklauseln in Arbeitsverträgen Wirkung verschafft werden kann«(BAG 6 AZR 308 17). Das bedeutet schlicht: Beschäftige in kirchlichen Betrieben sind nur durch das geschützt, was in ihren Arbeitsverträgen konkret vereinbart ist und vom Arbeitnehmer unterschrieben ist. Mit kirchlichen Gesetzen gibt es keine Möglichkeit, zwingende Normen für Löhne und Arbeitsbedingungen rechtssicher festzulegen. Eine flächendeckende Verbindlichkeit, die erzwingbare Tarifnormen festlegt, gibt es nur mit Tarifverträgen.
…weiterlesen und mehr dazu auf den Seiten von ver.di

…aber nur wenn es der Personalgewinnung oder Personalbindung dient
Die ARK DD hat beschlossen, dass Mitarbeitenden künftig Innerhalb ihrer Entgeltgruppe ein bis zu zwei Stufen höheres Gehalt gewährt werden kann. Sollten Mitarbeitende bereits die letzte Erfahrungsstufe ihrer Entgeltgruppe erreicht haben, kann ihnen ein höheres Entgelt in Höhe von bis zu 20% der Basisstufe gezahlt werden. Die Regelung soll dazu beitragen, dass bei Pflegepersonalmangel, Mitarbeitende den „diakonischen Dienst“ nicht verlassen und dem „Anlocken“ von neuen Mitarbeitenden dienen.
…mehr dazu findet ihr hier

 fischerÜberlegungen von Gisbert Fischer zum Beschluss der ARK-DD
Es ist noch nicht soo lange her, da hat die Diakonie mit allen üblen Tricks versucht die AVR-Entgelte abzusenken. Erinnert ihr euch ? -  nur mit geringerem Lohn wäre das Überleben der Diakonischen Pflegeeinrichtungen zu sichern.  Nun reibt man sich verwundert die Augen jetzt will die Diakonie mit höherem Gehalt neue Mitarbeitende „anlocken“ oder dazu bewegen im „diakonischen“ Pflegedienst zu verbleiben. Hört sich gut an – leider gilt das dann nicht für alle Mitarbeitende, sondern ist als „Nasentarif“ der unternehmerischen Entscheidung überlassen. Mit dieser „AVR-Öffnungsklausel“ will sich die Diakonie mal wieder  einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den tarifgebundenen Pflegeanbieter verschaffen. …wozu das kirchliche Selbstbestimmungsrecht so alles „gut“ ist. In dem Zusammenhang wird auch verständlich, warum die Diakonie die jüngsten Urteile des EuGH und BAG als Beschränkung „Ihrer“Rechte ansieht und Verfassungsklage einlegt. Mehr dazu findet ihr hier

In der Regel ändert sich die Entgeltstufe nicht mehr bei einer Höhergruppierung.
Die ARK DD hat den § 16 AVR.DD (Verweildauer bei Höhergruppierungen) neu gefasst. Künftig erfolgen die Höhergruppierungen in der Regel, mit derselben Erfahrungsstufe und mit Übertragung der Verweildauer, wie in der bisherigen Entgeltstufe. Damit soll die „bisherige Berufserfahrung“ anerkannt werden. Davon ausgenommen sind Höhergruppierungen um mehr als zwei Entgeltgruppen,- in dem Fall startet die Verweildauer wieder neu in der Basisstufe. Unabhängig davon hat die ARK DD in gleicher Sitzung beschlossen, dass „Förderliche Zeiten beruflicher Tätigkeit“ zukünftig nicht mehr bei Höhergruppierungen berücksichtigt werden, sondern nur noch bei der Einstellung.
…mehr dazu findet ihr hier

Die ARK DD hat beschlossen,  die Ausbildungsentgelte im diakonischen Pflegedienst (Anlage 10a III. AVR.DD) zum 1. Juli 2019 um durchschnittlich 7% zu erhöhen. Die Vergütungen der Schülerinnen und Schüler in der Pflege und in der Pflegehilfe werden ebenfalls zum 1.Juli um 6,7 % erhöht. Außerdem wurde der Geltungsbereich der Ausbildungsvergütungen (Anlage 10/II § 1) ausgeweitet.
…mehr dazu findet ihr hier 

AVR DD - Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
Die ARK DD hat im Februar 2019 eine Vergütung für Praxiszeiten im Rahmen der sogenannten „praxisintegrierten Ausbildungen“ für den Beruf der Erzieher/In bzw. der Heilerziehungspfleger/in beschlossen. Denn in diesem Bereich ermöglichen einzelne Bundesländer, neben der etablierten schulischen Ausbildung mit anschließendem einjährigen Anerkennungspraktikum, praxisintegrierte Ausbildungsgänge die auf die gesamte Schulzeit verteilt werden. Dazu war in den AVR DD keine Vergütung vorgesehen. Mit dem Beschluss ändert sich das. Zunächst als Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, erhalten die Schüler/Innen nun ein Entgelt, das sich an der Praktikumsvergütung im „Anerkennungsjahr“ der „klassischen“ Ausbildungsgänge orientiert.
…mehr dazu findet ihr hier

 Sitzung der ARK-DD am 16. Januar 2019

Der Antrag der Dienstnehmer, dass die Zeit für die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses als Arbeitszeit anzurechnen ist, wurde auf Dienstgeberseite abgelehnt, da sie die Auffassung vertreten, ein solcher dienstlicher Auftrag sei innerhalb der privaten Freizeit zu erledigen. Eine Einigung ist nicht in Sicht.
…mehr dazu findet ihr hier

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