DL1 Postkarte 3 Weg 1Eine Bestandsaufnahme von ver.di

Mit der Bestandsaufnahme wird einmal mehr aufgezeigt, dass bei Kirche & Diakonie keine Bereitschaft besteht „gute Worte“ auch in Taten umzusetzen. Angesichts der beabsichtigten Lohnabsenkungen bei der Diakonie wird deutlich, dass weder die Kirchenleitung der EKD noch der Diakonische Rat der Diakonie Deutschland, jemals auch nur daran gedacht haben, den Vorgaben „Ihrer“ Synode Gehör zu verschaffen.

Nur mit ordentlichen Tarifverträgen kann verhindert werden, dass sich die Diakonie unter dem Deckmantel „Kirchliches Arbeitsrecht“ Wettbewerbsvorteile zu Lasten ihrer Beschäftigten verschafft.

Die Bestandsaufnahme von ver.di findet ihr hier zum Download.

Die Diakonie RWL ist der größte diakonische Landesverband in Deutschland

Die diakonischen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben am 22.06. die Fusion zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. beschlossen. Bei der Fusion handelt es sich rechtlich gesehen, um zwei Verschmelzungen auf den bereits bestehenden Verein Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Die Beschlüsse hierzu fassten jetzt die obersten Organe der beteiligten Werke bei ihren parallel tagenden Versammlungen am 22.06. in Essen. Die bisher noch in den gliedkirchlichen Werken beschäftigten insgesamt 19 Mitarbeiter werden durch Betriebsübergang zum 1. August Mitarbeitende des neuen Vereins. Mehr dazu ...

diakonie rwlDie Diakonie RWL ist der größte diakonische Landesverband in Deutschland und einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Er erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen sowie Teile von Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Die Diakonie RWL vertritt 4.900 Sozialeinrichtungen mit rund 130.000 Beschäftigten und rund 200.000 Ehrenamtlichen.
Foto - Mitglieder des Verwaltungsrates mit dem Vorstand

Heinrich Bedford-Strohm

Wir verstehen das nicht - Wie verträgt sich das dem aktuell drohenden Lohnabbau bei der Diakonie Deutschland?

Schon 2015 erklärte der Ratsvorsitzende der EKD vor Mitarbeitervertretern und Betriebsräten, dass es wichtig sei eine Refinanzierung der Pflege hinzubekommen, die gerechteren Lohn für Fachkräfte ermögliche. "Wir ziehen da an einem Strang" und er plädierte dafür, dass Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege eintreten. (Die Refinanzierung in der Pflege ist inzwischen mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz abgesichert)

Zum 1. Mai 2016 konnten wir von Heinrich Bedford-Strohm vernehmen, dass der Mensch eine Würde habe, die »nie dem Geld und dem Gewinn geopfert werden darf« Und weiter ein Loblied auf die Gewerkschaften, bei dem sogar die Betriebsräte gut wegkommen. Als Mitarbeitervertreter bei Kirche & Diakonie kann man sich dazu nur noch verwundert fragen, ob der höchste Repräsentant unserer Kirche schon mal etwas vom 3.Weg gehört hat. Mit Hilfe dieser Sonderregelungen „seiner“ Kirche beabsichtigen zurzeit „seine“ Diakonischen Dienstgeber einen ungeheuren Lohnabbau um bis zu 20%. Einfach so,- ohne jede Not, denn die Refinanzierung ist ja gesichert. Offensichtlich hat der Ratsvorsitzende der EKD, bei der letzten Mai-Festrede ausgeblendet, dass die Würde „seiner“ Mitarbeitenden ganz aktuell „dem Geld und dem Gewinn geopfert“ werden soll. …oder haben wir da etwas falsch verstanden? 

michael rolle... und weitere Verschlechterungen für die Beschäftigten der Diakonie

AVR DD - Dienstgeber beabsichtigen Lohnabsenkungen um bis zu 20%.

Liebe Kolleginnen und Kollegen.

Der Gesamtausschuss der EKiR protestiert mit seiner Stellungnahme, gegen die von der Dienstgeber-Seite in der ARK der Diakonie Deutschland beabsichtigten Lohnabsenkungen und Verschlechterungen von Rahmenbedingen. Wir erwarten, dass die Dienstgeber ihre familienfeindlichen Anträge zurücknehmen und sich ihrer sozialen Verantwortung wieder bewusst werden. Die aktuellen Anträge der Diakonischen Dienstgeber in der ARK DD zeigen einmal mehr auf, dass sich die Intention der Dienstgeber, um nichts von denen der kommerziellen Sozial-Anbieter unterscheidet.

Der Gesamtausschuss fordert deshalb im Einvernehmen mit allen anderen Interessenvertretungen der Mitarbeitenden in der Diakonie, dass die Sonderrechte im kirchlich/diakonischen Arbeitsrecht aufgehoben werden und ordentliche, mit den Gewerkschaften ausgehandelte Tarife auch bei Kirche und Diakonie zur Anwendung kommen.
... die Stellungnahme findet ihr hier

„Keine Sanktionen für Mitarbeitende, die die christliche Kirche verlassen.“ 

In ihrer Stellungnahme zur ersten Änderung der Richtlinie, betont die Bundeskonferenz, dass sie die Öffnung der Mitarbeit für Menschen die keiner christlichen Kirche angehören, in der EKD und der Diakonie Deutschland für dringend nötig hält, jedoch die vorliegende Änderung der Richtlinie bei weitem nicht ausreichend ist. So fordert die Buko neben anderem  „Keine Sanktionen für Mitarbeitende, die die christliche Kirche verlassen.“  und erwartet, dass ihre Punkte bei der Neufassung der Richtlinie berücksichtigt werden.

…die Stellungnahme der Buko

Offener Brief der Buko an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

In ihrer Stellungnahme geht die Bundeskonferenz (Buko) auf den Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes ein und fordert mit Hinweis auf die Besonderheiten im kirchlichen Arbeitsrecht, für die Kirchen keine Ausnahmeregelungen zuzulassen.

Die Bundeskonferenz (Buko) ist der Zusammenschluss der Interessenvertretung der ca.465 000 Mitarbeitenden in der Diakonie Deutschland.

Mehr dazu: Offener_Brief_ans_Bundesministerium_-_Referentenentwurf_Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.pdf

hauschildtVortrag von Prof. Dr. Eberhard Hauschildt

Gleich zu Beginn seines Vortrages vom 16.02.2016 in Duisburg stellt Prof. Dr. Eberhard Hauschildt fest, dass es in den Diakonieorganisationen auch Mitarbeitende ohne Kirchen- und Religionsmitgliedschaft und auch Menschen aus anderen Religionen gibt.

Die „Kirchennahen“,bezogen auf die evangelische Kirche, sind auch unter den Mitarbeitenden in der Minderheit. Selbst bei Führungskräften ist Kirchennähe keine Selbstverständlichkeit.

Prof. Dr. Eberhard Hauschildt lehrt Praktische Theologie (Seelsorge, Diakonie und Gemeindeaufbau), an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Den Vortrag findet Ihr hier zum Download: Prof. Dr.E. Hauschildt 16. 2. 2016 _Vortrage .pdf

Landessynode 2016

Das für die ersten vier Jahre geplante Volumen der „Aufgabenkritik“ kann zu 84 Prozent erreicht werden

Die Landessynode 2014 hat über 150 Einzelmaßnahmen mit einem Kürzungsvolumen vom insgesamt 8,1 Millionen Euro beschlossen. Die Umsetzung der Maßnahmen ist für die Jahre 2013 bis 2023 vorgesehen und soll bereits In den ersten vier Jahren, Einsparungen in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro erzielen. Trotz schwieriger Bedingungen, kann das für die vier Jahre geplante Volumen zu 84 Prozent erreicht werden.

Im Jahr 2015 wurde für die Maßnahmen der Aufgabenkritik zudem ein begleitendes Controlling eingeführt. Dadurch ist jederzeit ein Gegensteuern bei Abweichungen zur Planung möglich. Sofern Alternativen gefunden werden müssen, können diese ebenfalls frühzeitig beraten werden.

…die der Landessynode 2016 vorgelegten Berichte findet ihr hier.

Landessynode 2016

Künftig vier statt fünf Theologen hauptamtlich in der Kirchenleitung

abstimmungNach Ausscheiden der Leiterin der Abteilung Theologie und Diakonie hatte die Landessynode 2014 den Auftrag erteilt, Vorschläge zur Neuordnung der Abteilungsstruktur und der Zusammensetzung der Kirchenleitung vorzulegen.

Die Landessynode 2016 hat nun mit Änderung der Kirchenordnung beschlossen, dass in Zukunft neben dem Präses, drei statt bisher vier weitere ordinierte hauptamtliche Theologinnen und Theologen der Kirchenleitung der EKiR angehören werden. Mit der Änderung wird auch die Zahl der Abteilungen im Landeskirchenamt Düsseldorf von sechs auf fünf reduziert und der Zuschnitt der Abteilungen komplett verändert. So wird die bisherige Abteilung Ökumene ein Dezernat der Abteilung Theologie. Diakonische Themen sollen künftig statt in der Abteilung 2 "Theologie und Diakonie" einer anderen Abteilung im LKA zugeteilt werden.
Die Entscheidung der Kirchenleitung zur genauen Zuteilung der Zuständigkeiten steht noch aus. …mehr von der Landessynode

Foto: Abstimmung auf der rheinischen Synode (Foto: ekir)

Unterlaufen der Mitbestimmungsrechte durch Verfahrensverschleppung ?

Mit dem Umzug der Schlichtungsstelle der EKiR vom Landeskirchenamt zum DWR, scheint der gesetzliche Auftrag an das rheinische „Kirchengericht“ abhanden  gekommen zu sein. Statt Streitigkeiten die sich aus der Anwendung des MVG ergeben, wie bisher zeitnah zu entscheiden, werden nun die Mitbestimmungsrechte der MAVen per Verfahrensverschleppung unterlaufen. Dieser Eindruck entsteht auf Grund sich häufender Klagen.  

Von MAVen beantragte Schlichtungs-Verfahren werden unerträglich lange aufgeschoben,- selbst Eilanträge werden nicht oder erst sehr spät beantwortet. Wahlanfechtungen (die MAV Wahlen waren zum 1.Mai 2014 abgeschlossen) waren noch Mitte 2015 ohne Ergebnis. Der Gesamtausschuss wird bei seinem für Mitte Dezember terminierten Gespräch mit den Arbeitsrechtsreferenten der EKiR und DWR auf den Missstand hinweisen und Abhilfe einfordern. 

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